„Haushaltssanierung hat Vorrang“

Obertshausen ‐ Für die Wählergemeinschaft „Bürger für Obertshausen“ ist die Sanierung des städtischen Haushalts die vorrangige Aufgabe in der nächsten Wahlperiode. Von Karl-Heinz Otterbein

„Wir müssen davon wegkommen, dass weiterhin laufende städtische Leistungen über Überziehungskredite finanziert werden“, sagte der „Bürger“-Vorsitzende und Spitzenkandidat Manfred Christoph beim jüngsten „Bürger“-Stammtisch, bei dem die Freien Wähler erste Programmpunkte für die Kommunalwahl im März festlegten. „Der Kommunalkredit von heute ist die Grundsteuererhöhung von morgen.“

Die „Bürger“ wollten „in gut konservativer Weise“ die Haushaltssanierung vorantreiben, so Christoph. Die Ausgabeneinsparung müsse vor der Steuererhöhung rangieren.

Ganz wichtig für die „Bürger“ bleibe auch das Thema Lärm, erläuterte Fraktionschef Rudolf Schulz. „Verkehrsberuhigung auf den Hauptstraßen in den Ortskernen, Verkehrsberuhigung an der B 448 und der A 3 und der Einsatz gegen den Fluglärm, hier sind wir seit Jahren aktiv“, so Schulz. „Kaum ist Wahlkampf, werden diese Themen wortreich auch von den anderen Mitbewerbern entdeckt. Geschehen ist bislang nichts. Wir müssen beim anstehenden Ausbau der A 3 und der neuen Flugrouten endlich unsere Interessen vertreten.“

„Vielfalt der Träger von Kindertagesstätten wird erhalten und unterstützt“

Geht es nach den „Bürgern“, werden der geplante Umbau der Beethovenstraße und der Neubau eines Kreisels im Bereich Beethovenstraße/Heusenstammer Straße neu auf ihre Notwendigkeit bewertet werden. Geld in die Hand nehmen wollen die „Bürger“ indes, um den Beethovenpark attraktiver zu machen. Eine weitere Zersiedelung der Landschaft soll nach dem Willen der „Bürger“ verhindert, Kreuzloch und Seewiesenwäldchen nicht bebaut werden.

„Die Vielfalt der Träger von Kindertagesstätten wird erhalten und unterstützt“, so Rudolf Schulz. „Die privaten Anbieter im Bereich der Kitas werden gleichgestellt. Auf dieser Basis wird mit dem Waldkindergarten ein Vertrag erarbeitet und umgesetzt.“

Stark machen sich die Freien Wähler auch für ein Freibad-Angebot. „Es wurde viel versprochen“, so Schulz. „Unter anderem sollte ein Badeteich geschaffen werden. Bis heute haben wir von der Stadtregierung nichts mehr gehört und auch die Sanierung der Sauna stockt.“

Um die Innenbereiche der Stadtteile zu verbessern, setzen die „Bürger“ auf die „Strategie der kleinen Schritte“.

„Große Versprechen, die städtischen Leistungen zu verbessern, wird es mit uns nicht geben“, so Fraktionschef Schulz. „Das wäre unehrlich. Vorrang hat die Haushaltssanierung. Und dieses Projekt wird jedem Kommunalpolitiker viel Standhaftigkeit abverlangen“.

Rubriklistenbild: © pixelio.de / tommyS

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