Was ist ein „Babscher“?

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Thomas Zeiger vom Vorstand des Heimat- und Geschichtsvereins und Günter Hopf von der Arbeitsgruppe Leder des Vereins erläuterten bei einem Ortstermin im „Karl-Mayer-Haus“, wie mehr junge Besucher in das Heimatmuseum gelockt werden sollen.

Obertshausen - „Seit wann heißt Obertshausen Obertshausen?“, „Wo kommt der Begriff „Babscher“ her?, „Kann man aus einem Pferdeschweif etwas herstellen?“. Von Karl-Heinz Otterbein

So oder so ähnlich könnten die Fragen lauten, auf die Kinder und Jugendliche im Werkstatt-Museum „Karl-Mayer-Haus“ an der Karl-Mayer-Straße in Obertshausen künftig Antworten suchen sollen. Dann jedenfalls, wenn sie an einer Museums-Rallye teilnehmen, wie sie derzeit von Vorstandsmitgliedern des Heimat- und Geschichtsvereins Obertshausen zusammen mit Mitgliedern der Arbeitsgruppe Leder des Vereins ausgearbeitet wird.

„Wir wollen versuchen, Obertshausener Kindern und Jugendlichen ihre Heimat näher zu bringen“, erläuterte Thomas Zeiger vom Vorstand des Heimat- und Geschichtsvereins gestern bei einem Ortstermin. „Wir wollen daher künftig enger mit den hiesigen Schulen zusammenarbeiten. Es gibt ja einige Lehrer hier, die nicht wissen, dass wir in Obertshausen ein Museum haben. Wenn Wandertag ist, laufen sie mit den Kindern eher die Rodau entlang statt einmal das Museum zu besuchen. Das möchten wir ändern.“

Museum bekannter machen

Um das Museum bekannter zu machen, wollen Mitglieder des Vereins unter anderem künftig bei Projektwochen der Schulen aktiv mitmachen und Projekte anbieten. Ihre Ideen wollen Vereinsmitglieder auch in Gesamtkonferenzen der Schulen vorstellen und für die Zusammenarbeit werben.

„Wir wollen nach und nach alle Schulen im Stadtgebiet mit ins Boot holen“, erläuterte Zeiger. „Auch für Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen lohnt sich nämlich ein Besuch unserer Heimatmuseums durchaus.“

Um Heimatgeschichte buchstäblich begreifbar zu machen, sollen in der im Obergeschoss des Museums eingerichteten typischen Portefeuiller-Heimarbeiter-Werkstatt künftig auch mehr Vorführungen stattfinden, bei denen die Besucher den „Babschern“ über die Schulter schauen können.

Lederwarenherstellung gehörte zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen

„Die Lederwarenherstellung gehörte früher in Hausen und Obertshausen zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen“, erläuterte Günter Hopf von der Arbeitsgruppe Leder. „Das wollen wir auch kindgerecht darstellen. Neben der Heimatgeschichte im Allgemeinen soll daher die Lederwarenherstellung im Besonderen einer der Schwerpunkte der geplanten Museums-Rallye werden.“

Bevor die erste dieser Rallyes gestartet werden könne, müsse ein Fragenkatalog erstellt werden, machte Thomas Zeiger deutlich. „Die Fragen müssen natürlich den Kindern angepasst sein“, erläuterte das Vorstandsmitglied. „Und die Antworten müssen im Museum leicht gefunden werden können.“

Noch steht nicht fest, wann die erste Gruppe von Kindern durch das „Karl-Mayer-Haus“ streifen wird, um nach Antworten auf Fragen zur Geschichte Obertshausen zu suchen. Die erste Rallye soll aber noch in diesem jahr starten. „Wir wollen nach den Sommerferien loslegen“, so Zeiger. „Dieser Termin müsste zu schaffen sein.“

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