1. Startseite
  2. Region
  3. Obertshausen

Heimat- und Geschichtsverein stellt Tafeln zur Historie in den Stadtteilen auf

Erstellt:

Von: Lukas Reus

Kommentare

Die erste Tafel steht: Armin Paul, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins Obertshausen, und Jutta Nothacker, Geschäftsführerin der Stiftung Flughafen Frankfurt/Main für die Region freuen sich auf den Geschichtspfad.
Die erste Tafel steht: Armin Paul, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins Obertshausen, und Jutta Nothacker, Geschäftsführerin der Stiftung Flughafen Frankfurt/Main für die Region freuen sich auf den Geschichtspfad. © Stadt

Die erste von rund 30 Tafeln steht bereits. Der Heimat- und Geschichtsverein (HGV) Obertshausen lässt zurzeit verschiedene Tafeln in den beiden Stadtteilen für den Geschichtspfad aufstellen und will damit die Historie aufleben lassen. Auch soll damit die Erinnerung an die Zwangsarbeiter in Obertshausen aufrechterhalten werden. Der Vorsitzende des Vereins, Armin Paul, blickt außerdem auf das zurückliegende und kommende Jahr.

Obertshausen - Bisher seien 27 Tafeln fest geplant, so Paul, wenn das Budget es zulasse, sollen noch drei weitere entstehen. Die Erste davon ist auf dem Marktplatz angebracht worden. Auf den Tafeln sind nähere Informationen und Bilder zu dem Ort und dessen historische Bedeutung und Entwicklung enthalten. Die Tafeln sind alle einheitlich gestaltet und enthalten außerdem einen QR-Code, mit dem der Leser weitere Inhalte von der Webseite des Heimat- und Geschichtsvereins abrufen kann.

Die Tafeln werden von Mitarbeitern des Bauhofes aufgestellt. Weitere vier sollen bereits in den nächsten Tagen und Wochen aufgestellt werden, so Paul, unter anderem an der Mühlstraße und an der Waldkirche. Im Sommer sollen dann alle Tafeln aufgestellt sein.

Ein Wunsch der Stadtverordneten, die einen Beschluss für den Geschichtspfad gefasst hatten, war die Erinnerung an die Zwangsarbeiter, die während der Herrschaft der Nationalsozialisten in Obertshausen arbeiten mussten. Auch dieser Aspekt wird auf den Tafeln näher beleuchtet. Schätzungsweise 500 Menschen seien damals zur Arbeit gezwungen worden. Sie arbeitet zum Großteil in einer Fabrik auf dem ehemaligen Ymos-Gelände oder auch bei Landwirten. Untergebracht waren viele im firmeneigenen Lager auf dem Gelände der Teutonia. Insgesamt soll es in Obertshausen sechs solcher Lager gegeben haben.

Ermöglicht wurde das Projekt der Tafeln durch einen Zuschuss der Stiftung Flughafen Frankfurt/Main für die Region. Jutta Nothacker, Geschäftsführerin der Stiftung, war zur Einweihung der ersten Tafel vor Ort.

Beim Heimat-- und Geschichtsverein hat sich auch im vergangenen Jahr vieles wiederholt, was bereits für 2020 berichtet werden musste. Geplante Ausstellungen und Veranstaltungen konnten nicht umgesetzt werden, das Museum blieb bis in den September geschlossen. Immerhin konnten wieder die Stadtführungen in Obertshausen und Hausen organisiert werden (wir berichteten) „Die sind sehr gut angenommen worden, wir konnten gut 20 davon anbieten“, sagt Vorsitzender Paul. Im Sommer wurden im Museum zudem die Räume für die Dauerausstellungen und das Treppenhaus renoviert. Eine Spende der Firma Karl Mayer machte dies möglich.

Beginnen will der HGV das nun kommende Jahr unter anderem mit einer Ausstellung der Deutschen Spitzengilde, die den Titel „Ein Leben für die Nadelspitze“ trägt. Gezeigt werden hier Exponate von der verstorbenen Gudrun Borck. Sie war viele Jahre die Vorsitzende der Deutschen Spitzengilde. Momentan ist geplant, dass die Ausstellung mit dem Öffnungssonntag am 13. Februar beginnen soll.

Wer die Ausstellung „Ortsgeschichte in Bildern“ noch nicht gesehen hat, hat am kommenden und am Sonntag in zwei Wochen von 14 bis 17 Uhr dazu Gelegenheit. (Von Lukas Reus)

Infos im Internet

hgv-obertshausen.de

Auch interessant

Kommentare