Frühstücks-Treffen

Hilfe durch Humor und Sport

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Gut besucht war das jüngste Frühstücks-Treffen für Frauen im Saal des Bürgerhauses.

Obertshausen - „Ein Autofahrer nimmt Ihnen frech die Vorfahrt auf dem Weg zur Arbeit, der Zug hat nicht zum ersten Mal Verspätung und die Kinder machen was sie wollen“, nannte Bärbel Welte drei Beispiele für gewichtige Gründe zum Ärgern. Von Peter Back

Unter dem Thema „Mensch ärgere Dich - aber richtig!“ beschrieb die Referentin beim Frühstücks-Treffen für Frauen im Hausener Bürgerhaus zahlreiche weitere Situationen, die manchem Zeitgenossen die Zornesröte ins Gesicht treibt.

Zudem gab sie den in Tischgruppen zusammensitzenden Teilnehmerinnen in einer Diskussionsrunde Gelegenheit, sich dem Thema im Gedankenaustausch zu nähern und sparte auch nicht mit Tipps, wie man dem Ärger entgegentreten könne: Öfter mal Fünfe gerade sein zu lassen, die Humorfähigkeit zu steigern sowie das Ausüben von Entspannungstechniken und regelmäßigem Sport seien hilfreich, so die aus Ludwigsburg angereiste Bärbel Welte, die auch dem Bundesvorstand des rund 500 Veranstaltungen pro Jahr betreuenden Vereins angehört.

Außerdem sei das Verzeihen essentiell, da dadurch Ärger abgebaut würde. „Wir spucken Gift und Galle“ oder „Der Ärger schlägt uns auf den Magen“, nannte sie Beispiele aus dem Volksmund, in denen der Zusammenhang zwischen Ärger und der Gesundheit deutlich wird. Das ärgerliche am Ärger sei, dass man sich selbst schade, ohne etwas an der Ursache des Ärgers zu ändern, stellte sie fest.

„Mit 178 Teilnehmerinnen ist das Frühstücks-Treffen so gut besucht wie schon lange nicht mehr“, freute sich Mitorganisatorin Renate Scheel. Simon Pettite hatte die Veranstaltung am Flügel mit einer Novellette des französischen Komponisten Francis Poulenc eröffnet und setzte im Verlauf der rund zweieinhalbstündigen Veranstaltung mit Stücken von Claude Debussy weitere musikalische Akzente. Christa Wolf-Kraske aus dem Vorbereitungsteam und seit 20 Jahren für das musikalische Rahmenprogramm der Frühstücks-Treffen für Frauen im Bürgerhaus verantwortlich, hatte den Kontakt zu dem in Frankfurt lebenden britischen Pianisten hergestellt.

Organisatorin Andrea Karolius hatte in einem zusammen mir ihrem Mann Frank und Tochter Lydia vorgetragenen Sketch zu dem Thema eingeführt. Die drei stellten auf der Bühne des Bürgerhauses die Szene einer Familie nach, deren Vater kurz vor dem Aufbruch in den Urlaub feststellt, dass viele Dinge noch nicht erledigt sind. Beispielsweise waren die Koffer noch nicht fertig gepackt und die Pässe noch nicht verstaut. Vor allem bei Frank steigerte sich der Zorn über die mangelnde Vorbereitung immer mehr, während Tochter Lydia am Handy spielend entspannt feststellte: „Wir haben doch noch drei Stunden Zeit, bis der Flieger geht - kein Grund zur Aufregung!“

Zu allem Unglück kam noch hinzu, dass Andrea in der Hektik des Geschehens die Kofferetiketten falsch beschriftet hatte. „Du musst mich nicht so behandeln, als wäre ich ein kleines Kind“, giftet die Mutter, die am Ende des kurzen Stücks am liebsten auf den Urlaub verzichtet hätte, zurück, ehe der symbolische Vorhang schloss.

Schon jetzt lud Mitorganisatorin Andrea Karolius zum nächsten Frühstücks-Treffen für Frauen am Samstag, 28. September von 9 Uhr bis 11.30 Uhr ins Bürgerhaus in der Tempelhofer Straße 10 ein, bei dem Referentin Marie Luise Ackva zu dem Thema „Die Sehnsucht in mir - wie wir Ruhe finden!“ sprechen wird.

Anmeldung unter a.karolius@gmx.net.

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