Hilfe für junge Familien

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Sigrid Meier ist Initiatorin und Leiterin des „Kinder-Kleider-Korbs“, den die Kolpingfamilie Obertshausen vor fast genau einem Jahr ins Leben gerufen hat.

Obertshausen ‐ „Am Anfang lief es etwas schleppend, aber nach etwa drei Monaten hatte sich die Einrichtung etabliert“, sagt Sigrid Meier. „Inzwischen ist die Resonanz sehr gut.“ Von Karl-Heinz Otterbein

Die Einrichtung, von der die 39-Jährige spricht, ist der „Kinder-Kleider-Korb“, den die Kolpingfamilie Obertshausen im Zuge der „Aktion Lichtblicke“ des Diözesanverbands Mainz des Kolpingwerks fast auf den Tag genau vor einem Jahr ins Leben gerufen hat. Der Kleider-Korb versteht sich als Hilfsangebot für allein erziehende Frauen und junge Familien aus den Dekanaten Rodgau und Offenbach, bedürftige Frauen und Familien erhalten Unterstützung und Zuwendung ganz unterschiedlicher Art.

Sigrid Meier zufolge werden unter anderem Startpakete an Erstlingsausstattung, Kinderkleidung für Kinder bis zum Alter von vier Jahren aber auch Kinderwagen und Spielzeug ausgegeben. In Ausnahmefällen helfe die Einrichtung auch bei finanziellen Engpässen mit Bargeld. Zudem würden Gespräche und Abende für junge Familien angeboten.

Sein Domizil hat der von der 39-Jährigen in Obertshausen initiierte und geleitete Kleider-Korb im ersten Stock des Schwesternhauses von Herz Jesu an der Kirchstraße, geöffnet ist die Einrichtung außer in den Schulferien an jedem ersten und dritten Dienstag im Monat jeweils von 17 bis 19 Uhr.

Im Unterschied zur benachbarten „Oase“ etwa, in der Lebensmittel an bedürftige Menschen ausgegeben werden, ist zum Besuch des Kinder-Korbs eine vorherige Anmeldung erforderlich.

Rufnummern für Terminabsprache

„Der Kleider-Korb kann auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten aufgesucht werden“, sagt Sigrid Meier, die zusammen mit Agathe Kalla, Alexandra Langer und Renate Wilz die Einrichtung betreut und als Pfarrsekretärin bei der Pfarrgemeinde Herz Jesu arbeitet. „Termine dafür können unter den Obertshausener Rufnummern 06104/41181 im Pfarrbüro oder 06194/45570 bei mir vereinbart werden.“

Seine Kunden bekommt der Kleider-Korb meist über die Caritas, dem diakonischen Werk oder auch über Hebammen, die der Organisation „Keiner fällt durchs Netz“ angehören.

Der Leiterin zufolge können die Caritas und das diakonische Werk, andere Beratungsstellen und die katholischen Kirchengemeinden in den Dekanaten Rodgau und Offenbach seit Anfang des vergangenen Jahres Hilfe suchenden Frauen und Familien das Angebot des Kinder-Korbs vermitteln. In den genannten Beratungsstellen könnten Beratungsscheine ausgestellt werden, mit denen die Betroffenen dann nach Terminvereinbarung zum Kleider-Korb kommen könnten. Bedürftige könnten sich aber auch direkt mit der Einrichtung in Verbindung setzen.

Sach- und Geldspenden sind sehr willkommen

Die derzeit vorhandene Ausstattung des Kinder-Korbs mit Kleidung und Spielzeug wurde nach Angaben von Sigrid Meier von Kolpingfamilien aus der Region aber auch von Firmen und Privatpersonen gespendet.

„Weitere Sach- und Geldspenden sind natürlich sehr willkommen“, sagt die 39-Jährige. „Gebraucht werden derzeit vor allem noch Laufställe, Kinderbettchen, Kinderwagen und Auto-Kindersitze für Kinder ab drei Jahren. Aber auch an gut erhaltenen Spielsachen haben wir immer Bedarf.“

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