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On-Demand-Service Hopper erweitert sein Angebot auf Obertshausen

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Von: Theresa Ricke

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Neue Mobilität für Obertshausen: Marcell Biederbick, Erster Stadtrat Michael Möser, Bürgermeister Manuel Friedrich, Christian Kolinko und kvgOF-Geschäftsführer Andreas Maatz bei der Präsentation des Hopper.
Neue Mobilität für Obertshausen: Marcell Biederbick, Erster Stadtrat Michael Möser, Bürgermeister Manuel Friedrich, Christian Kolinko und kvgOF-Geschäftsführer Andreas Maatz bei der Präsentation des Hopper. © Theresa Ricke

Ab Juli kann der Hopper auch in Obertshausen bestellt werden. Er soll eine Ergänzung zu den Bussen werden und die Anbindung in Randgebiete verbessern.

Obertshausen – Es ist ein bekanntes Problem, das es nicht nur in Obertshausen gibt: Ältere Menschen wollen ihre Besorgungen machen, zum Friedhof fahren oder jemanden besuchen. Allerdings sind Bushaltestellen meist nicht direkt vor der Haustür oder am Zielort. Ab dem 1. Juli könnte man sich für so eine Fahrt innerhalb von Obertshausen einen Hopper buchen. Dass der Hopper, ein Angebot der Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach (kvgOF), das es bereits seit 2019 im Ostkreis gibt, sein Gebiet auf Obertshausen ausweitet, ist einstimmig im Umwelt-, Verkehr- und Bauausschuss beschlossen worden.

„Der Hopper ist die ideale Ergänzung zu unseren Buslinien“, sagt Marcell Biederbick, der bei der kvgOF für Busliniennetz und ergänzende Verkehre zuständig ist. Das Angebot mit dem elektrischen Siebensitzer, wobei fünf Plätze für die Nutzer zur Verfügung stehen, läuft nach dem On-Demand-Prinzip. Das heißt, der Fahrgast bucht eine Fahrt über die App oder per Telefon. Es können Fahrten bis zu 24 Stunden im Voraus gebucht werden, aber auch spontane Anfragen sind möglich. Dann kann es nach Angaben der kvgOF zwischen zwei und 35 Minuten dauern, bis das Fahrzeug vor einem stehe. „Zu Stoßzeiten kann es auch mal sein, dass kein Wagen verfügbar ist“, gibt kvgOF-Geschäftsführer Andreas Maatz zu.

Hopper in Obertshausen: Alle 200 Meter gibt es Haltepunkte

Haltepunkte gibt es alle 200 Meter im gesamten Stadtgebiet. „Wir decken auch die Randgebiete ab, die weiter von den Buslinien entfernt sind“, sagt Biederbick. Erster Stadtrat Michael Möser ergänzt: „Endlich sind auch die bisher vom ÖPNV schlechter erreichbaren Ziele wie zum Beispiel der Friedhof Schwarzbachstraße, die Grundversorger an der Feldstraße oder der Bereich Bieberer Straße gut angebunden.“ Ab einer Strecke von 500 Metern kann der Kleinbus gebucht werden.

Derzeit sind vier Fahrzeuge für Obertshausen eingeplant. Der Hopper ist von Montag bis Donnerstag sowie an Sonn- und Feiertagen zwischen 5 Uhr früh und 2 Uhr nachts im Einsatz. Freitag und Samstag gibt es einen 24-Stunden-Betrieb, der freitags um 5 Uhr beginnt. Fahrten in andere Orte werden zunächst nicht angeboten.

Doch was unterscheidet den Hopper von einem Taxi? Dazu sagt Maatz: „Es ist so angelegt, dass Sie ein Stück des Weges mit anderen Leuten fahren, die eine ähnliche Route gebucht haben. Es ist eine Mischung aus Taxi und Bus.“ Ein Unterschied zum Anruf-Sammel-Taxi liegt darin, dass der Hopper nicht nach Fahrplan fährt, sondern individuell gerufen werden kann. Ein Algorithmus verbindet die Anfragen der Kunden zu sinnvollen Routen.

Hopper in Obertshausen: Mit unterschiedlichen Tarifen im Kleinbus unterwegs

Der Preis einer Fahrt setzt sich aus einem Grundpreis von zwei Euro und einem Aufschlag von einem Euro zusammen. Ab einer Strecke von fünf Kilometern kommt eine Entfernungspauschale dazu. Es gibt einen ermäßigten Tarif, etwa für RMV-Zeitkarten-Inhaber, einen Komfortpreis und einen Tarif für Kinder zwischen sechs und 14 Jahren. Kinder unter sechs Jahren sind kostenfrei.

Barzahlung ist im Hopper nicht möglich. Es kann aber im Voraus in der App bezahlt werden, in der man sich mit Namen, E-Mail-Adresse und Mobilnummer anmelden muss, oder im Fahrzeug mit einer EC-Karte.

Bürgermeister Manuel Friedrich sagt über den Hopper in Obertshausen: „Da sind wir sehr stolz darauf, denn schon viele Bürgerinnen und Bürger haben in der Verwaltung nachgefragt, wann der Hopper auch bei uns verkehrt. Das Mobilitätskonzept der kvgOF vereint Flexibilität und Nachhaltigkeit - das ist wirklich toll.“ (Theresa Ricke)

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