Hotelbau in der Forscherwerkstatt

Förderverein bietet Sonnentau-Schülern kreativ-handwerkliche Kurse

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Heim für kleine Krabbler: Stolz präsentieren die Schüler gemeinsam mit Kursleiter Bernd Streb ihre selbstgebauten Insektenhotels.

Kleine Löcher im Holz, Ritzen in einem Stein oder ein Plätzchen im Stroh – die Möglichkeiten, Bienen, Hummeln und anderen Insekten ein Heim zu bieten, sind vielfältig. Das haben die Schüler der Sonnentauschule Obertshausen gelernt, die am Kurs Insektenhotels teilgenommen haben.

Obertshausen – Der Kurs ist Teil eines neuen Angebots, das der Förderkreis der Grundschule am Rembrücker Weg ab sofort als Erweiterung des Nachmittagsangebots anbietet.

Dafür hat der Verein Bernd Streb gewonnen. Der Architekt im Ruhestand bietet den Kindern verschiedene Kurse im kreativ-handwerklichen Bereich an. Die Schüler können ihre inhaltlichen Schwerpunkte dabei selbst wählen. Zum Angebot stehen unter anderem Projekte wie Baumstamm-Osterhasen, Holz-Eulen, versteinerte Rhabarberblätter – oder diesmal Insektenhotels.

Bei den Schülern findet das Angebot großes Interesse. An zwei Nachmittagen haben die Nachwuchsbaumeister in der schuleigenen Forscherwerkstatt in intensiven Arbeitsstunden ihr ganz individuelles Hotel für die winzigen Krabbler kreiert und gebaut. Dabei erfuhren die Kinder von dem Architekten zunächst die einzelnen Schritte von der Planung über Materialkunde bis zur Einrichtung.

Wie beim Bau von echten Häusern ging es zunächst um die Planung des späteren Hauses und die Auswahl des richtigen Baumaterials. Dabei mussten die Schüler zunächst überlegen, welche Insekten später in das Hotel einziehen sollen. Denn, so erfuhren sie von Bernd Streb, die verschiedenen Arten fühlen sich in unterschiedlichen Materialien wohl.

Unterstützung und eine helfende Hand gab es für die Kinder auch beim anschließenden Bau ihrer Hotels – von den Holzzuschnitten über die Montage des „Rohbaus“, bis hin zur Füllung der unterschiedlichen Nistkammern mit Heu, Stroh, Eicheln, Steinen, Rinde und Tannenzapfen. Alle Schritte wurden genau besprochen, bevor sich die kleinen Baumeister hochmotiviert und sehr kreativ an die Arbeit machten. Und so verwunderte es auch nicht weiter, dass sich die Ergebnisse sehen lassen können. Die durften die Erbauer zum Abschluss des Kurses stolz präsentieren.

Bienen im Garten Nahrung bieten

Nicht primär, aber auch ein wenig steht der Schutz und Erhalt der heimischen Natur auch bei der Aktion „Zu Fuß zur Schule“ im Fokus, die in dieser und der kommenden Woche an der Sonnentauschule stattfindet. Diese wirbt aktiv dafür, dass die Kinder nicht mit dem Auto zur Schule gebracht werden. An zehn Schultagen können sich Kinder, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu Schule kommen, einen Stempel abholen. Wer acht davon sammelt, bekommt zur Belohnung eine Trinkflasche. „Eine gute Gelegenheit festzustellen, dass es auch ohne Auto geht“, wirbt Rektor Mischa Sendelbach für die Aktion.

Denn Bewegung sei für die Entwicklung eines Kindes unverzichtbar. „Wenn ihr Kind zu Fuß geht, ist es wacher, aufmerksamer und kann sich besser konzentrieren“, erinnert der Schulleiter. Zudem könnten sich Kinder, die ihren Schulweg selbstständig zurücklegen, besser orientieren und erlebten ihre Umwelt bewusster. Ganz zu schweigen von der Verbesserung der Sicherheit. Denn auch vor der Sonnentauschule führt der Bring- und Holverkehr, trotz eigens eingerichteter Eltern-Haltestellen, immer wieder zu sehr gefährlichen Verkehrssituationen, Verletzungen von Kindern und Verletzungen der Straßenverkehrsordnung.

Von Thomas Holzamer

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