Bürgermeisterwahl am 9. März

Urnengang wird zu Duell

Roger Winter (links), der sich als unabhängiger Kandidat um den Bürgermeister-Posten bewirbt, übergab die Listen mit den Unterschriften von 142 Unterstützern an Wahlleiter Oskar Mürell.

Obertshausen - Die Entscheidung über den Nachfolger von Bürgermeister Bernd Roth, der mit Ablauf des 23. Juni dieses Jahres aus dem Amt ausscheidet, fällt zwischen Hubert Gerhards und Roger Winter. Von Karl-Heinz Otterbein

Der langjährige Erste Stadtrat Hubert Gerhards wird von der CDU ins Rennen um die Nachfolge von Bürgermeister Bernd Roth geschickt, der nicht für eine dritte Amtszeit kandidiert.

Der 62-jährige langjährige Obertshausener Erste Stadtrat und der 42-jährige Beamte beim Revisionsamt der Stadt Offenbach sind laut Wahlleiter Oskar Mürell die beiden einzigen Kandidaten, die bei der Bürgermeisterdirektwahl am Sonntag, 9. März, antreten werden. Bei einem dritten Bewerber, einem 19-Jährigen, der sein Schreiben mit dem Text „Hiermit bewerbe ich mich für den Bürgermeister“ mit einem Strichmännchen als Unterschrift unterzeichnet habe, habe es sich offensichtlich um einen Spaßkandidaten gehandelt, so Mürell.

„Ich habe ihm einen freundlichen Brief geschrieben, ihm für die kreative Unterschrift gedankt und ihn darauf hingewiesen, dass er für das Bürgermeisteramt nicht in Frage kommt, weil er zu jung ist. Das Mindestalter für eine Kandidatur beträgt 25 Jahre.“ Wie berichtet, wird Hubert Gerhards von der CDU ins Rennen ums Bürgermeisteramt geschickt, während Roger Winter, obgleich Fraktionschef der Bündnisgrünen im Obertshausener Stadtparlament, sich als unabhängiger Kandidat zur Wahl stellt. Winter hätte daher für seine Bewerbung mindestens 74 Unterschriften von Unterstützern - die doppelte Anzahl der Obertshausener Stadtverordneten - vorlegen müssen. Der 42-Jährige sammelte bei der in seinem Haus veranstaltete „Winterwahl“ und bei Hausbesuchen sogar 142 Unterschriften, die er rechtzeitig vor dem Abgabeschluss persönlich dem Wahlleiter Oskar Mürell übergab. Über die Zulassung der beiden Bürgermeister-Kandidaten Gerhards und Winter entscheidet der Wahlausschuss in seiner öffentlichen Sitzung, die am kommenden Donnerstag, 9. Januar, ab 19.30 Uhr im kleinen Sitzungssaal des Rathauses an der Schubertstraße stattfindet. „Ich gehe davon aus, dass der Ausschuss beide Kandidaten zulässt“. so Mürell. „Ich habe deren Unterlagen geprüft und sie für vollständig und in Ordnung befunden. Der Wahlausschuss muss aber einen formellen Beschluss fassen.“ Nachdem der Wahlausschuss seine Entscheidung gefällt hat, werden die Stimmzettel gedruckt und am 26. Januar wird festgestellt, wie viele Obertshausener genau am 9. März bei der Bürgermeisterwahl ihre Stimme abgeben dürfen. (Zur Bundestagswahl am 22. September 2013 waren 16.852 Obertshausener wahlberechtigt, zur Landtagswahl am selben Tag 16.785.)

Die weiteren Termine:

Ab dem 27. Januar werden die Wahlbenachrichtigungen verschickt. Frühestens sechs Wochen vor der Wahl, also ab dem 26. Januar, dürfen im Stadtgebiet Wahlplakate aufgestellt und aufgehängt werden. Am Donnerstag, 6. März, werden die Wahlhelfer geschult, am Freitag, 7. März, werden die Wahllokale eingerichtet, laut Oskar Mürell die selben, wie bei den jüngsten Bundestags- und Landtagswahlen. Am Abend des Wahltags werden im großen Sitzungssaal des Rathauses an der Schubertstraße die Ergebnisse aus den einzelnen Wahlbezirken per Beamer auf einer Großleinwand präsentiert.

Hierfür verschwendet der Staat unsere Steuergelder

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„Ich gehe davon aus, dass die Stimmenauszählung gegen 19 Uhr beendet ist und das vorläufige Endergebnis dann feststeht“, so der Wahlleiter. „Dass es bei zwei Kandidaten zu einer anschließend Stichwahl kommt ist extrem unwahrscheinlich. Da müssten schon für beide die exakt gleiche Anzahl der Stimmen abgegeben worden sein.“ Am Tag nach der Wahl, am 10. März, tagt dann noch einmal der Wahlausschuss und gibt das endgültige Wahlergebnis bekannt.

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