Stadtführer „Barrierefreies Obertshausen“

Hürden und Hindernisse

Obertshausen - „Wir haben uns alles viel leichter vorgestellt“, räumt Werner Friedrich ein. „Dann hat es bei der Erstellung unseres geplanten Stadtführers „Barrierefreies Obertshausen“ einige Probleme Unwägbarbeiten gegeben, mit denen wir nicht gerechnet haben.“ Von Karl-Heinz Otterbein 

Diese Probleme hätten dazu geführt, dass sich die Realisierung des Projektes, das sich ein breites Bündnis aus Trägern der freien Wohlfahrtspflege, den Sozialverbänden, engagierten Vereinen und Vertretern der Politik vorgenommen hat, immer wieder verzögert habe. Als Erscheinungstermin ist Friedrich zufolge nun der kommende April ins Auge gefasst.

Nach Angaben des Vorsitzenden des VdK-Ortsverbands Obertshausen, der die Federführung für das Projekt innehat, gibt es bereits seit Ende März 2012 Überlegungen, einen Stadtführer „Barrierefreies Obertshausen“ herauszugeben. Zunächst war geplant, die Broschüre im Format DIN A5 Anfang 2013 fertig zu haben und verteilen zu können

Aber schon wenige Monate nach dem Start der Realisierung, sei diese ins Stocken geraten. Ein Grund: Die meisten der fast 1000 Firmenchefs, die von dem Bündnis angeschrieben und gebeten worden waren, einen beiliegenden Bogen mit Fragen zur barrierefreiheit ihres Unternehmens auszufüllen und bis zum 31. Oktober 2012 an den Arbeitskreis zurückzusenden, hatten dies nicht getan. Der Erscheinungstermin Anfang 2013 wurde hinfällig, trotz mehrfacher Verlängerung des Rückgabetermins fehlten bis Mitte März 2013 immer noch viele Angaben.

Kontakt zu Druckerei

Dennoch hielt der Arbeitskreis damals an dem Ziel fest, die Broschüre noch vor den Sommerferien 2013 herauszugeben. Daraus wurde wieder nichts. Die Zusammenarbeit mit der Firma, die für den Arbeitskreis den Stadtführer habe erstellen sollen, sei nicht so gelaufen, wie man sich das vorgestellt habe, so Friedrich. Im Dezember 2013 habe der Arbeitskreis dann die Reißleine gezogen und „in gegenseitigem Einvernehmen“ die Zusammenarbeit mit der Firma beendet.

„Ich habe inzwischen den Kontakt zu einer Druckerei in Obertshausen aufgenommen, die die Broschüre erstellen soll, mit der wir ein Hilfsmittel für Menschen mit Behinderung oder in ihrer Beweglichkeit eingeschränkte Menschen schaffen wollen“, so Friedrich. „Wir wollen das Projekt, für dessen Realisierung wir ja auch Spenden bekommen haben, nicht aufgeben.“ Von den Spenden sei bislang nur ein kleiner Teil, etwa für Portokosten für die Fragebogenaktion ausgegeben worden, erläuterte der VdK-Vorsitzende. Der verbleibende Großteil des Geldes befinde sich auf einem Sonderkonto des VdK-Ortsverbands.

Rubriklistenbild: © Symbolbilod: dpa

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