Hundefreunde beim Schmankerlnfest

Der Bayer im Herrchen

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Klar werden zum Fest aus die Dirndl und Krachledernen aus dem Schrank geholt.

Obertshausen -  „I mog’s Büble“ steht auf den Lebkuchenherzen im Vereinsheim. Auch viele Zweibeiner sind etwas anders dekoriert, als ihre vierbeinigen Begleiter das gewöhnt sind. Von Michael Prochnow 

Die Ortsgruppe Hausen-Obertshausen im Verein für Deutsche Schäferhunde (SV) feiert ihr Bayerisches Schmankerlnfest, das für so manchen Fellträger nach einem Festschmaus duftet. Schwein gibt’s aber nur für Frauchen und Herrchen, Sport für alle. Aktive zeigen eine Vorführung mit Junghunden verschiedener Rassen, vom Golden Retriever über den Boxer bis zum Bullterrier und natürlich mit Schäferhunden. Um die sieben Monate alt sind die, verstehen aber schon sehr gut Fuß, Sitz und Platz! „Die sind in den Flegeljahren“, erklärt Vorsitzender Ewald Renner, „da ist es auch wichtig, dass sie sich gegenseitig kennen lernen und spielen“. Dann steht aber auch wieder Erziehung auf dem Stundenplan.

Eine weitere Demonstration stellt Obidience dar. Dabei werden die Hunde allein mit Gesten geschickt, Holz zu holen, „Platz!“, „Sitz!“ und „Steh!“ zu machen. Selbst über eine größere Distanz folgen die Kandidaten. „Mit dem sportlichen Hintergrund vermitteln wir auch Gehorsam“, lehrt Renner. „Für den Hund ist es Spiel, für seinen Besitzer die Sicherheit, die Kontrolle über seinen Liebling zu haben.“ „Wenn du mit deinem Hund arbeitest, ist er ausgeglichener, zufrieden“, betont der Vorsitzende die wachsende Bedeutung der Vereinssparte Agility, „und das gilt natürlich auch für den Menschen“. Und: Ein zufriedener Hund beißt nicht. Die Tiere rennen also über Wippen und Stege, durch Tunnel, springen durch Reifen und über Hindernisse, flitzen um Slalomstangen.

Die meisten Gäste lassen es etwas gemütlicher angehen. Hundefreunde sind sie alle, Schweinefreunde unter bestimmten Vorzeichen auch – es gibt eine „Sau am Spieß“. Helfer in Dirndl und Krachledernen servieren Obatzder, Radi, Weißwurst und einen bayerischen Burger mit Fleischkäs’, Weißkraut und süßem Senf.

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Und vielleicht kommt mancher Neue auch mal zur Übungsstunde vorbei: Sonntags ab 10 Uhr treffen sich auf dem Platz alle mit allen Rassen aller Altersgruppen, um die verschiedenen Aktivitäten mit dem Vierbeinern kennen zu lernen. Das Training führen lizensierte Übungsleiter, die über ein ganzes Jahr beim SV ausgebildet wurden. „Jeder Hund ist verschieden“, sagt Renner, die Leiter erkennen das und gestalten die Angebote entsprechend.

Montags und mittwochs ist Agility-Training ab 18 Uhr, die Jugendgruppe trifft sich ebenfalls montags ab 17 Uhr. Kinder und Teenager bereiten sich auf die Begleithunde-Prüfung vor und unternehmen Übungen. Der menschliche und der tierische Nachwuchs knüpft außerdem Kontakte, der Verein beherbergt ein halbes Dutzend Schüler, die regelmäßig mit ihren Tieren in den Verein kommen. Donnerstags und samstags arbeiten dann die „Hochleistungssportler“, die Unterordnung und Schutzdienst trainieren. An jedem Samstag spielen ab 13 Uhr die Welpen, also Hunde ab der zehnten Woche, um 14 Uhr machen die Junghunde weiter. Dazu zählt der Vierbeiner, wenn er ungefähr ein halbes Jahr alt ist.

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