Stadtparlament beschließt

Hundesteuer steigt drastisch

Obertshausen - Die Halterinnen und Halter der zur Zeit 962 in Obertshausen gemeldeten Hunde müssen ab dem nächsten Jahr für ihre Vierbeiner deutlich mehr Hundesteuer zahlen als bisher. Von Karl-Heinz Otterbein

Das Stadtparlament beschloss in seiner jüngsten Sitzung mit den Stimmen der Fraktionen von CDU, „Bürger für Obertshausen“ und Grünen eine vom Magistrat vorgelegte und ab dem 1. Januar 2013 geltende Änderung der Hundesteuersatzung, die eine Anhebung dieser Steuer um bis zu 50 Prozent vorsieht. Außerdem erhebt die Stadt Obertshausen ab dem nächsten Jahr erstmals eine eigene Steuer auf als gefährlich eingestufte Hunde, so genannte Listenhunde.

Die deutlichste Anhebung wird für den jeweils ersten Hund eines Halters fällig. Für diese Vierbeiner steigt die Hundesteuer um 50 Prozent von derzeit jährlich 60 auf 90 Euro. Für jeden zweiten Hund sind künftig 102 statt 90 Euro (ein Plus von etwa 13 Prozent) fällig, für jeden dritten und jeden weiteren Hund sind 132 statt bisher 120 Euro (ein Plus von zehn Prozent) zu berappen.

Für jeden ersten als gefährlich eingestuften Hund sind jährlich 480 Euro an Hundesteuer zu zahlen, für jeden zweiten und jeden weiteren dieser Hunde sind jährlich 576 Euro zu berappen. Als gefährliche Hunde sind in der neuen Satzung Pitbull-Terrier oder American Pitbull Terrier, American Staffordshire-Terrier oder Staffordshire Terrier, Staffordshire-Bullterrier, Bullterrier, American Bulldog, Dogo Argentino, Kangal (Karabash) und Kaukasischer Owtscharka aufgeführt. Unter bestimmten Bedingungen gelten auch Rottweiler als gefährliche Hunde.

Steuermarken bleiben ab 2014 gültig

Durch die neue Hundesteuersatzung entfallen zudem bislang gewährte Steuerbefreiungen und -ermäßigungen für Gebrauchshunde und Schutzhunde. Neu ist auch, dass die Hundesteuermarken ab der Ausgabe 2014 für die gesamte Dauer der Hundehaltung gültig bleiben. Für die neue Satzung votierten die Abgeordneten von CDU, „Bürgern für Obertshausen“ und den Grünen, dagegen stimmten die SPD-Fraktion und Elke Kunde von der FDP.

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Sowohl Elke Kunde als auch die SPD-Fraktion hatten zuvor Änderungsanträge zu der Magistratsvorlage eingebracht, die aber keine Mehrheit fanden. So wollten die Sozialdemokraten eine geringere Anhebung der Hundesteuer (80 Euro für den ersten hund, 90 Euro für den zweiten Hund und 120 für jeden dritten und jeden weiteren Hund). Elke Kunde wollte unter anderem die Steuerbefreiung und ermäßigte Steuersätze für Gebrauchshunde unter bestimmten Bedingungen beibehalten. Auch sollte laut ihrem Änderungsantrag die Steuer für gefährliche Hunde nur erhoben werden, wenn diese Vierbeiner ab dem 1. Januar 2013 in einen Haushalt aufgenommen würden oder zuwüchsen. Beide Änderungsanträge wurden allerdings abgelehnt. Für Elke Kundes Antrag stimmte nur sie selbst, auch das SPD-Begehren wurde nur von den eigenen Stadtverordneten unterstützt.

Rubriklistenbild: © dpa

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