Konzerte in den Grünanlagen

Ideen für sommerliches Kulturprogramm in Parks

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Konzerte, Feste oder auch ein Weißes Dinner? Ob im Beethovenpark (oben) oder dem Waldpark in der kommenden Sommersaison Freiluftveranstaltungen stattfinden, müssen nun Obertshausens Stadtverordnete entscheiden.

Obertshausen - Mit Kulturveranstaltungen im Beethoven- und Waldpark liebäugeln Obertshausens Parlamentarier. Wie dieses aussehen könnte und was das kosten würde, hat das Team des städtischen Kulturamts zusammengestellt. Von Thomas Holzamer 

Konzerte, Kinoabende oder ein weißes Dinner – ein sommerliches Kulturprogramm in den Parks beider Stadtteile könnten sich Obertshausen Parlamentarier gut vorstellen. Aus diesem Grund haben die Stadtverordneten die Verwaltung vergangenen Oktober damit beauftragt, die Voraussetzungen für dessen Realisierung zu prüfen. Das Ergebnis hat Jürgen Hofmann, Fachbereichsleiter Sport, Kultur und Bildung, nun den Mitgliedern des gleichnamigen Ausschusses vorgestellt. Im Fokus der Untersuchung standen neben den Kosten vor allem die Vor- und Nachteile der gewünschten Veranstaltungsorte Beethoven- und Waldpark. Zum Vergleich hatte sich das Verwaltungsteam um Hofmann jedoch auch die etablierten Plätze an der Vogelsberg- und Badstraße sowie das Areal rund um die Burg im Hayn vorgenommen, die als alternative Veranstaltungsorte dienen könnten.

Zunächst habe man die Vereine gefragt, ob und inwieweit diese Interesse an der Nutzung der Parks für eigene Veranstaltungen haben, erläutert Hofmann. Die Antworten seien jedoch eher verhalten ausgefallen, so die Bilanz des Fachbereichsleiters. Im Dialog mit der Kinder- und Jugendförderung, dem Vereinsring und der städtischen Wirtschaftsförderung wurden zahlreiche Ideen für mögliche Veranstaltungen zusammengetragen, darunter Open-Air-Gottesdienste und -Kino, Sportangebote oder Entspannungskurse sowie Chorkonzerte. Auch ein Lichterfest wie jenes in Offenbach oder ein Weißes Dinner wie das im Nachbarort Heusenstamm wären denkbare Veranstaltungen, erläutert Hofmann. Jedoch aufgrund der Platzverhältnisse im Fall der beiden Obertshausener Parks stets in einem übersichtlichen Rahmen.

Viele der Ideen könnte die Stadt selbst in die Tat umsetzten, sei es mit Konzerten der Musikschule, die Spieletagen der Kinder- und Jugendförderung, wie sie regelmäßig in den Sommermonaten rund um die Burg im Hayn stattfinden. Auch ein Weißes Dinner – bei den Befragungen gleich mehrmals vorgeschlagen – könne sein Fachbereich organisieren, sagt Hofmann. Ein Nachteil der beiden Parks für Veranstaltungen sei aktuell die Tatsache, dass beide nicht über Toilettenanlagen verfügen, erläutert er. Dies mache beide Areale für die Vereine unattraktiv, da diese die Kosten für Mietlösungen zunächst tragen müssten. Eine Lösung für dieses Problem könnte jedoch bereits in der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag beschlossen werden. Dann entscheiden die Parlamentarier über den Bau von sogenannten Trockentoiletten an beiden Parks – Kosten: jeweils 40.000 Euro.

Warum uns die Natur so gut tut

Zudem seien bei größeren Veranstaltungen im Beethovenpark mit mehr als 150 Besuchern auch eventuelle Schäden an den Rasenflächen zu rechnen, die es im Anschluss zu beheben gelte, gibt Jürgen Hofmann zu bedenken. Alles in allem rechne sein Fachbereich mit Kosten von rund 37.000 Euro – etwa 20.000 Euro Personalkosten sowie 17.000 Euro Bauhofleistungen – für ein abwechslungsreiches Kulturprogramm in den Parkanlagen, sollte dieses von der Stadt organisiert werden. Nicht eingeplant sind dabei jedoch Kinoabende unter freiem Himmel. „Solche Veranstaltungen sind wesentlich kosten- und arbeitsintensiver“, erläutert der Fachbereichsleiter. Doch generell gelte: „Mit den 7500 Euro aus dem aktuellen Haushaltsansatz, kommen wir da nicht weit“.

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