Hohe Bürgerbeteiligung bei Konzeptarbeit erwünscht / Politiker informiert

In Obertshausen fällt der Startschuss für den Klimaschutz

Erste Krokusse zeigen sich auf den öffentlichen Grünflächen vor dem Bürgerhaus in Hausen. Beim Klimaschutz spielt auch die Stadtentwicklung mit Naturzonen eine große Rolle.
+
Erste Krokusse zeigen sich auf den öffentlichen Grünflächen vor dem Bürgerhaus in Hausen. Beim Klimaschutz spielt auch die Stadtentwicklung mit Naturzonen eine große Rolle.

Ein Klimaschutzkonzept soll für die Stadt erarbeitet werden. Der Startschuss dafür ist jetzt in einer Online-Veranstaltung mit Stadtverordneten, Magistrats- und Ausländerbeiratsmitgliedern sowie zukünftige Parlamentariern gegeben worden.

Obertshausen - Seit Mai 2019 ist Obertshausen eine von 200 hessischen Klima-Kommunen. Seit September vergangenen Jahres hat die Verwaltung mit Merten Kuhl zudem einen Klimamanager (wir berichteten). Nun soll ein Konzept erstellt werden, mit dem mögliche Maßnahmen etwa zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes festgelegt werden.

Eine möglichst hohe Beteiligung der Bürger ist Merten Kuhl dabei sehr wichtig. Doch zunächst ging es darum, die politisch Verantwortlichen zu informieren.

Insgesamt 30 Vertreter aus allen Fraktionen haben diese Gelegenheit genutzt. Ziel dieser Auftaktveranstaltung sei gewesen, die Abgeordneten auf den Prozess einzustimmen sowie zu erläutern, wie ein Klimaschutzkonzept aufgebaut ist und was es beinhaltet, heißt es in einer Mitteilung der Stadt dazu.

Nach einer Begrüßung durch Bürgermeister Manuel Friedrich haben sich Klimamanager Merten Kuhl und die „energielenker GmbH“ zunächst vorgestellt. Die „energielenker GmbH“ wird die Stadt während des Prozesses der Konzepterstellung als Planungsbüro begleiten und unterstützen.

Bei den Kommunalpolitikern warben die Beteiligten für Zusammenarbeit. Im Zusammenhang mit der Konzepterstellung sei es sinnvoll, einen Klimaschutzbeirat zu bilden, der den Prozess von politischer Seite begleitet.

Im weiteren Verlauf wurde der Weg zum Konzept skizziert. Obertshausen befindet sich derzeit in der ersten Phase, zu der die Erstellung einer Treibhausgas-Bilanz und eine Potenzialanalyse zählen. Dann folgen Bürgerbeteiligung inklusive vier öffentlicher Workshops sowie die anschließende Maßnahmenentwicklung.

Mobilität, Energie, Stadtentwicklung und Klimaschutz in Alltag und Bildung könnten die Schwerpunkte des künftigen Konzepts lauten, sagt Merten Kuhl. Welche Themen genau die öffentlichen Workshops haben werden, stehe aber noch nicht fest.

Auch wann diese Treffen mit den Bürgern stattfinden sollen, könne noch nicht gesagt werden. Ende Juni, Anfang Juli seien als Termin dafür denkbar. Aber das hänge auch von der Pandemie-Entwicklung ab. Zumal man diese möglichst als reale Treffen gestaltet werden sollen. Es gebe aber auch die Möglichkeit, die Workshops als Video-Konferenzen zu veranstalten.

Mit der Online-Veranstaltung für die Politik sei der Dialog rund um die Konzepterstellung begonnen worden. Bürgermeister Manuel Friedrich betont: „Allein ist der Klimaschutz nicht zu schaffen, da müssen wir alle mitmachen. Wir freuen uns daher auf den Startschuss der Workshops. Allen Interessierten werden wir die Möglichkeit geben, sich bei bestimmten Themenschwerpunkten einzubringen. Es gibt bereits viele Ideen.“ (Von Claudia Bechthold)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare