Integration geht durch den Magen

Obertshausener Frauenprojekt bereitet bei Online-Kochstunde indische Gerichte zu

Indische Düfte: Rita kochte in der Küche der Malteser besondere Gerichte
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Indische Düfte: Rita kochte in der Küche der Malteser besondere Gerichte

Die Küche der Malteser riecht intensiv nach Kurkuma, Zimt und angebratenem Fleisch. Am Kochherd ist Rita, die die Anweisungen virtuell via Laptop an ihren Mitköchinnen gibt. Die Teilnehmerinnen haben sich Online eingeschaltet, um zwei Rezepte aus Indien zu lernen und auszuprobieren. Jede Teilnehmerin kocht für sich von zu Hause aus. Trotz der physischen Distanz, sind die Frauen durch die Gerüche und Aromen verbunden.

Obertshausen – Es wird viel gelacht und vor allem Neues gelernt. Auf dem Menü von Rita sind „Murgh Makhani“ (Butter-Hühnchen) und „Kheer“ (Reispudding). „In Indien ist die Küche von Region zu Region sehr unterschiedlich“, erzählt Rita, während sie den frischen Koriander zerkleinert. „Mein Mann kommt aus einem Ort circa 100 Kilometer weit entfernt von meiner Heimatstadt in Punjab, und deren Gerichte sind mir komplett unbekannt“.

Am Ende der Veranstaltung waren alle Teilnehmerinnen von den zwei Gerichten begeistert. „Für einen Abend haben wir uns eine sinnliche Reise gegönnt“, sagt die Koordinatorin des Projekts, Elena Pisapia.

Der Kochtreff, der letzten Freitag stattfand, ist eins von mehreren Angeboten des Frauenprojektes des Malteser Integrationsdienstes, die Frauen mit und ohne Migrationshintergrund offenstehen. Rita war schon öfter beim Frauentreffen dabei, jetzt leitet sie zum ersten Mal ehrenamtlich die Anderen an. Das sei der Gedanke hinter dem Frauenprojekt: Menschen mit und ohne Migrationshintergrund begegnen sich dabei auf Augenhöhe. „Man lernt immer viel an diesen Abenden, aber vor allem lernt man Frauen kennen, die ihre Lebensgeschichte und Erfahrungen austauschen wollen. Oft ist das, eine Möglichkeit, über Schwierigkeiten oder Probleme in der Familie zu reden, und nach Hilfe zu suchen“, heißt es dazu in einer Mitteilung des Malteser Hilfsdienstes.

Trotz der Corona Einschränkungen läuft das Projekt namens „Das Frauenzimmer“ seit zwei Jahren ohne Unterbrechung weiter. Die Frauengruppe trifft sich einmal im Monat und freut sich sehr auf neue Teilnehmerinnen und Unterstützerinnen.

Informationen und Rezeptanfrage bei der Koordinatorin Elena Pisapia unter z 06104 40679-41 oder per Mail an elena.pisapia@malteser.org. (jmg)

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