50 Jahre Behindertensportgemeinschaft

Was die Gründer nicht ahnten

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Den einst farblosen Namen ist die Behindertensportgemeinschaft los. Heute ist sie ziemlich bunt. Wie beim Jubiläumsfest.

Obertshausen - Gegenüber des Bürgerhauses liegt die Keimzelle der Behinderten-Sportgemeinschaft. Dort wohnten die Schmitts, Theo Schlitt und Hans Aurich, die den Verein über viele Jahre prägten. Jetzt führte Dirk Schmitt, Sohn des Ehrenvorsitzenden Helmut Schmitt, durch das Programm zum 50. Geburtstag der BSG.

Damals waren es Zivil- und Kriegsbeschädigte - „allein dieses Wort tut in den Ohren weh“, dachte Moderator Schmitt zurück. Bis heute seien es Menschen, die sich vielleicht mehr bewegen, als ganz gesunde, „sie verdienen unseren Respekt“.

Die zahlreichen Aktionen im Jubiläumsjahr waren sehr inspirierend, aber auch anstrengend, meinte Vorsitzende Edith Hofmann. Sie freute sich über viele Ehrengäste und die „wunderbaren Menschen im Saal, die unseren Verein ausmachen“. Dazu zählten auch der Chor Blue Notes der Sängervereinigung, der Hausener Schlagerstar und Komponist Oliver Dillen und die Sängerin Elke Fengler von der Metronom Music. Beide sind aktive Mitglieder der BSG.

Übungsleiterin Sandra Eckhardt trug die Laudatio der erkrankten Parlamentschefin Heide Heß vor. Das geburtenreichste Jahr stehe für Drafi Deutscher und James Bond. Aber auch die „Aktion Mensch“ startete. Die Parlamentschefin lenkte den Blick auf die „fleißigen Ehrenamtlichen, die einfach da sind, wenn sie gebraucht werden“.

„Zeitdokument der aktiven Vereinsarbeit“

Bürgermeister Roger Winter lobte die Festschrift als „Zeitdokument der aktiven Vereinsarbeit“, hob traditionelle und neue Aktivitäten der BSG hervor. „Sie müssen ihr Erfolgsrezept anderen Vereinen verraten“, rief er der Vorsitzenden zu.

Den Sportkreis-Vorsitzenden Peter Dinkel gefiel die „wertvolle Sozialarbeit“. Solch’ „wunderbare Entwicklung sieht man sehr selten“, sagte Kreisbeigeordneter Carsten Müller. Er bewunderte, dass der Verein „immer wieder Kraft findet, sich neuen Gegebenheit anzupassen“. Für den Vereinsring überreichte Luis Galvez 725 Euro plus Urkunde. „Die Gründer haben nicht ahnen können, wie nachhaltig ihr Vorhaben wirkt“. Über die Ehrungen berichten wir noch.

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M.

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