Planspiel der Vereinten Nationen

Jasmin plädiert für Panama

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Jasmin Reith freut sich schon jetzt auf die Reise nach New York im nächsten Frühjahr.

Obertshausen - Bekommt Obertshausen Sitz und Stimme bei den Vereinten Nationen? Nicht direkt, denn die Hausener Studentin Jasmin Reith wird für Panama ihre Stimme erheben! Über Ostern wird die 22-Jährige neben 5000 Kommilitonen aus aller Welt einen Platz im UN-Hauptquartier einnehmen, am Rande Manhattans ein bisschen Luft der Generalversammlung schnuppern.

Derzeit bereitet sie mit elf weiteren Studenten der International School of Management (ISM) das Planspiel „National Model United Nations“ (NMUN) vor. Sie sind auf die Standorte Dortmund, Hamburg, Köln, Frankfurt und München verteilt und tauschen jeden Montag Themen und Fragen via Internet aus. Die Delegation des vergangenen Jahres hat sich über ein aufwändiges Auswahlverfahren für die Mitglieder der Gruppe 2015 entschieden. „Wir sind froh, auf die Erfahrungen unserer Vorgänger aufbauen zu können und hoffen, die erfolgreiche Teilnahme fortzusetzen“, schrieb Jasmin. Unter dem Motto „individuell begabt, gemeinsam stark“, werden die Studenten in New York „einzigartige Erfahrungen in Diplomatie und Verhandlungsgeschick gewinnen.“

Jasmin legte ihr Abi 2013 am Franziskaner-Gymnasium in Großkrotzenburg ab, schrieb sich dann an der privaten Hochschule ein. Sie entschied sich für Wirtschaftspsychologie, nahm dafür einen Kredit auf und errang durch ihr soziales Engagement ein Deutschland-Stipendium. Dazu wurden die Noten vom Abiturzeugnis und aus dem ersten Semester herangezogen, außerdem zählte, dass sie bei der Agentur Farbenfroh arbeitet, in der Katholischen Jugend im Jugendrat sitzt, als Kassenwartin und als Gruppenleiterin im Zeltlager aktiv ist.

„Larifari geht da nicht“, berichtet die junge Frau von Pflichtpraktika, die sie gezielt gewählt habe, um einmal in Personalwesen, Personalentwicklung oder Coaching tätig sein zu können. „Ich bin sehr daran interessiert, mit Menschen zusammen zu arbeiten“, erklärt sie überzeugend. Diese Fähigkeit braucht sie jetzt als Mitglied des NMUN, der Simulation der Vereinten Nationen. Die jungen Leute von der ISM werden dabei gemäß ihrer eigenen Wahl Panama vertreten. „Es ist interessant, sich intensiv mit einem Land zu beschäftigen“, findet die Hausenerin. „Es ist nicht so riesig“, verteidigt sie die Entscheidung. In diesen Tagen werden die Komitees gebildet, schon jetzt informieren sich die Studenten über Menschen- und Frauenrechte, Wirtschaft und Gesundheit in dem Land, das durch den Schiffskanal berühmt wurde.

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„Die finanzielle Hürde ist die größte“, lenkt Jasmin das Gespräch auf ihr Hauptanliegen, die Sponsorensuche: „Reise, Aufenthalt und Teilnahmegebühren müssen gedeckt werden.“ Die Gruppe versucht, Unternehmer und Politiker für ihren Auftrag zu gewinnen. Die Delegationen werden in großen Hotels absteigen, wo die täglichen Debatten statt finden. Einmal werden sie auch im UN-Gebäude tagen. Jasmin Reith geht’s bei dem Projekt um Einfühlungsvermögen, Leute aus anderen Ländern zu treffen, Einblicke in die Arbeit der UN zu bekommen. In der Politik sieht sie ihre eigene Zukunft „eher nicht“. Sie möchte lieber Arbeitnehmer führen, Unternehmen managen oder als Coach von Führungskräften ihre Brötchen verdienen.

M.

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