Mit Känguru-Lied zum Europatag

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„Hört gut zu“, singen und tanzen die Mädchen in der Turnhalle der Friedrich-Fröbel-Schule vom „Känguru“.

Obertshausen ‐ „Hört gut zu, hört gut zu!“ So beginnt das Lied vom „singenden Känguru“, und das können die zehn Mädchen in der Turnhalle der Friedrich-Fröbel-Schule in Hausen längst auswendig mitsingen. Die Bewegungen dazu klappen auch schon ganz gut. Von Michael Prochnow

Die jüngsten „Babbscher“ trainieren eifrig für ihren ersten Auftritt. Der wird wohl auf dem Europatagdes kreises Offenbach Anfang Juni sein, plant Übungsleiterin Andrea Schwab. Auch auf dem Pfarrfest Hausen könnte sich die Gruppe präsentieren, hat die Leiterin im Visier.

Bis zur nächsten Kampagne möchte sie die Gruppe zu einer flotten Garde formen.

Räder werden ihre Schützlinge bei der Premiere wohl noch nicht schlagen, auch Spagat und andere artistischen Elemente spart die Trainerin fürs Erste aus.

Schmucke und einheitliche Uniformen, Röckchen und Jacken sollen sie schon tragen, wenn sie zum ersten Mal bei der Sitzung des Karnevalsvereins „Die 11 Babbscher“ auftreten.

Andrea Schwab leitet die junge Babbscher-Garde.

Die zehn quirligen Prinzessinnen sind zwischen fünf und acht Jahre alt. Behutsam führt die Leiterin sie an die flotten und drahtigen Schritte heran. Das Training beginnt mit ein paar gymnastischen Übungen zum Aufwärmen. Dann schaltet Andrea endlich den CD-Spieler ein, die Melodie vom „Känguru“ ertönt.
Die Schülerinnen kennen die Gesten und Figuren, die den Text des beliebten Kinderliedes aufgreifen. Noch stehen sie nicht akurat in einer Reihe und führen die Bewegungen nicht gleichzeitig aus. Aber das mache nichts, lächelt die Lehrerin milde, „es soll ja Spaß machen“. Das gilt auch für die Garde-Choreographie, von der die jungen Damen schon einige Teile kennen.

Das Ergebnis könnten sie auch bei der Kindersitzung der Katholischen Jugend Hausen (KJH) präsentieren, kann sich Andreas Murmann vorstellen. Viele „Babbscher“ stammen aus ihren Reihen und pflegten noch enge Kontakte zu ihren Wurzeln, erzählt der Vorsitzende. Und eine Konkurrenz zwischen den Fastnacht feiernden Vereinen sei sowieso Unfug.

„Die 11 Babbscher“ suchen weitere Mitglieder

Immer wieder fragten ihn ältere Kinder und Eltern, ob sie sich in die Garde einreihen könnten. „Wir denken darüber nach“, muss Andreas sie vertrösten, denn momentan fehlten Übungsleiter. Die Fachangestellte für Bürokommunikation bei der Stadt Frankfurt, die in Dietzenbach die Beine schwang und Herrscherin über die fünfte Jahreszeit war, bereitet die Gruppe ehrenamtlich vor. Vielleicht werde der Vorstand bald einen eigenen Beitrag für die Tänzerinnen verlangen.

11,11 Euro kostet die Narretei jährlich, 22,22 für Familien. Die jüngsten Aktivitäten sorgten für eine Verdoppelung der Fastnachter, 90 zählt der Verein jetzt. Die Vermittlung von Fastnachtstraditionen, historischen Tänzen und eine fruchtbare Jugendarbeit gehören zu den tierisch ernst gemeinten Zielen der Karnevalisten.

In der Turnhalle spielen sie zur Belohnung für das konzentrierte Arbeiten jetzt „der Plumpsack geht um“. Ganz besonders lieben sie das „Karottenziehen“, bei dem sie sich auf dem Parkettboden fest aneinander halten und vom „Ernteteam“ auseinander gezogen werden. Eine Mutter hat noch eine zusätzliche Überraschung mitgebracht, kleine, bunte Gummibärchen.

Jetzt suchten „Die 11 Babbscher“ weitere Mitglieder für die Runde, betont Trainerin Schwab. Die Proben seien noch nicht so weit vorangeschritten, neue Talente könnten noch prima einsteigen. Treffpunkt ist immer montags von 15.30 bis 16.30 Uhr in der Halle an der Schumacherstraße. Nähere Infos gibt’s bei Übungsleiterin Andrea Schwab unter Tel.: 06104/ 95 31 70 und auf der Internetseite der 11 Babbscher.

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