144 Kandidaten für 37 Sitze

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Obertshausen ‐ Bei der Kommunalwahl am 27. März bewerben sich 144 Kandidatinnen und Kandidaten aus fünf Parteien und Wählergemeinschaften um einen der 37 Sitze im Obertshausener Stadtparlament. Von Karl-Heinz Otterbein

Wie bei der Kommunalwahl im Jahr 2006 treten in Obertshausen die Parteien CDU, SPD, FDP und Grüne sowie die Wählergemeinschaft „Bürger für Obertshausen“ an. Weitere Parteien und Wählergemeinschaften hatten keine Wahlvorschläge eingereicht.

In seiner öffentlichen Sitzung am Mittwochabend hat der siebenköpfige Wahlausschuss mit Wahlleiter Oskar Mürell an der Spitze nach Prüfung der Wahlvorschläge entschieden, alle eingereichten Vorschläge zuzulassen. „Alle Kandidatinnen und Kandidaten erfüllen die erforderlichen Kriterien“, erläuterte der Wahlleiter gestern in einem Gespräch mit unserer Zeitung. „Das heißt, die Zustimmungserklärung der Kandidaten und die Bescheinigung ihrer Wählbarkeit sowie die Niederschriften der Parteien von ihren Wahlparteitagen lagen vor. So müssen die Kandidatinnen und Kandidaten am Wahltag mindestens sechs Monate in Obertshausen gewohnt haben.“

Keine Liste fünf in Obertshausen

Die CDU, die auf der Liste 1 mit Bürgermeister Bernd Roth als Spitzenkandidat ins Rennen geht, hat 37 Kandidatinnen und Kandidaten nominiert, darunter 17 Frauen. Im aktuellen Stadtparlament verfügt die CDU über 18 Sitze. Auch die SPD (Liste 2), deren Spitzenkandidat Parteichef Helmut Hiepe ist, hat 37 Kandidatinnen und Kandidaten nominiert, darunter sind 15 Frauen. Die SPD stellt derzeit sieben Stadtverordnete.

Mit ihrer Partei- und Fraktionschefin Elke Kunde als Spitzenkandidatin zieht die FDP (Liste 3) in den Wahlkampf. Unter den 14 Kandidatinnen und Kandidaten auf der FDP-Liste sind drei Frauen. Die FDP stellt derzeit vier Stadtverordnete.

Die Bündnisgrünen, die auf Liste 4 mit Stadträtin Renate Schumacher als Spitzenkandidatin ins Rennen gehen und derzeit vier Stadtverordnete stellen, haben 23 Kandidatinnen und Kandidaten nominiert. Darunter sind zwölf Frauen.

Die „Bürger für Obertshausen“ schließlich, die auf Liste 6 mit ihrem Vereinsvorsitzenden Manfred Christoph als Spitzenkandidat in den Wahlkampf ziehen und derzeit vier Stadtverordnete stellen, haben 33 Kandidatinnen und Kandidaten nominiert. Darunter sind neun Frauen.

„Es mag kurios erscheinen, dass es bei der Kommunalwahl in Obertshausen keine Liste fünf gibt“, sagte der Wahlleiter. „Das kommt daher, dass bei uns die Partei ,Die Linke' nicht antritt. Und da sich die Listennummern landesweit jeweils nach der letzten Landtagswahl richten, war die Nummer fünf der Partei „Die Linke“ vorbehalten“.

Es werden noch Wahlhelfer gesucht

Oskar Mürell zufolge sucht die Stadt Obertshausen für die Kommunalwahl noch Wahlhelferinnen und -helfer für die Wahlvorstände am 27. März sowie Helferinnen und Helfer für die Auszählvorstände am Montag, 28. März.

Anmeldungen werden erbeten an Sylvia Brückner im Wahlamt, bevorzugt per E-Mail an sylvia.brueckner@obertshausen.de oder telefonisch unter  06104 /703-3111.

„Wer sich für diesen ehrenamtlichen Dienst zur Verfügung stellen möchte, kann sich bei der Stadtverwaltung melden“, so Mürell. „Angegeben werden müssen dafür der Familienname, Vorname und die Anschrift“. Bei der Anmeldung müsse zudem angeben werden, ob man als Wahlhelfer für den Wahlvorstand am 27. März oder als Wahlhelfer für den Auszählvorstand am 28. März oder für beide Aufgaben zur Verfügung stehe. „Wir haben bei der Kommunalwahl 19 Wahllokale und vier Briefwahllokale und brauchen für jedes Wahllokal wenigstens sieben Helferinnen und Helfer“, so Mürell. „Die werden dann in der Woche vom 14. bis 21. März von mir jeweils in einem zweistündigen Lehrgang vormittags oder nachmittags geschult.“

Gewählt wird auch in Obertshausen ausschließlich mit Stimmzetteln, obwohl die Stadt Wahlmaschinen besitzt, an denen auch kumulieren und panaschieren möglich ist. „Wir können die Wahlmaschinen nicht einsetzen, da die Bundesregierung noch keine neue bundesweite Wahlgeräteverordnung erlassen hat“, so Mürell. „Daher wird auch bei uns per Hand ausgezählt.“

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