„Ein guter Tag für Hausen“

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Mit dem Durchschneiden eines Flatterbands gaben Baudezernent Erster Stadtrat Hubert Gerhards (4. von rechts) und die Leiterin des Fachbereichs Bauen, Wohnen, Umwelt und Verkehr, Cornelia Holler (Mitte) die umgestaltete Kapellenstraße im alten Hausener Ortskern gestern offiziell für den Verkehr frei.

Obertshausen - Mit der offiziellen Freigabe der Kapellenstraße für den Verkehr ist eine der umfangreichsten städtischen Baumaßnahmen der vergangenen Jahren im Stadtteil Hausen abgeschlossen. Beendet ist damit auch ein Projekt, das vor etwa zehn Jahren gestartet wurde. Von Karl-Heinz Otterbein

Der zuständige Baudezernent, Erster Stadtrat Hubert Gerhards und die Leiterin des Fachbereichs Bauen, Wohnen, Umwelt und Verkehr, Cornelia Holler, durchschnitten gestern auf dem im Zuge der Arbeiten umgestalteten Platz an der Kreuzung Kapellenstraße/Windthorststraße ein Flatterband und gaben damit symbolisch die Straße für den Verkehr frei.

Verkehrsteilnehmer konnten indes die Straße schon seit einigen Wochen nutzen, denn die im Juni begonnenen und bis Mitte November veranschlagten Bauarbeiten waren bereits Anfang Oktober beendet. Mitte September wurden auf dem künftig den Fußgängern vorbehaltenen neugestalteten Platz erstmals im Stadtgebiet so genannte Unterflur-Container für Papier und Altglas eingebaut. Zu Beginn dieser Woche wurden entlang der Kapellenstraße und auf dem Platz 20 neue Linden und Ahornbäume sowie Hecken und Sträucher gepflanzt.

Realisierung des Projekts

„Heute ist ein guter Tag für Hausen“, sagte Erster Stadtrat Hubert Gerhards gestern während einer kleinen Feierstunde, zu der die Stadt die an der Realisierung des Projekts Beteiligten sowie die Anwohner eingeladen hatte. „Ein Projekt, das vor zehn Jahren seinen Anlauf nahm, geht heute zu Ende.“

Gerhards zufolge verhinderte die angespannte Haushaltslage jahrelang die konkrete Umsetzung der Pläne, die eine grundhafte Erneuerung der Straßen- und Parkflächen vorsahen. „Eine positive Wende für das Projekt ergab sich im Jahr 2009“, so der Erste Stadtrat. „In diesem Jahr wurde vom Fachbereich Bauen, Wohnen, Umwelt und Verkehr festgestellt, dass die Erneuerung der Kapellenstraße im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Stadtumbau in Hessen“ anteilig gefördert werden kann.“

Der Förderantrag wurde gestellt und Ende November 2009 wurde die Maßnahme als generell förderungswürdig eingestuft.

680.000 Euro an Planungs- und Baukosten

Das Projekt wurde mit rund 680.000 Euro an Planungs- und Baukosten veranschlagt, rund 200.000 Euro davon bekommt die Stadt als zuschuss von Land und Bund. Weitere Kosten verursachten Kanalbaumaßnahmen (78.000 Euro) und die Installation von 20 neuen Straßenlampen inklusive Verkabelung (25.000 Euro).

Mit dem Geld wurden die Kapellenstraße auf einer Länge von 150 Meter und die Windthorststraße auf einer Länge von 40 Meter umgestaltet. Auf dem Platz an der Kreuzung Kapellenstraße/Windthorststraße wurden eine Linde, die mit einer Rundbank versehen ist, und mehrere Ahornbäume gepflanzt. Zudem wurden die schon genannten Unterflur-Container eingebaut, die zuvor auf dem Areal stehenden Behälter zu einem anderen Standort gebracht. Nach Abschluss aller Arbeiten müssen sich die Verkehsteilnehmer auf einige Änderungen einstellen.

So ist die Windthorststraße von der Friedrich-Ebert-Straße in Richtung Kapellenstraße nun in ganzer Länge Einbahnstraße. Für die 36 in dem umgestalteten Bereich ausgewiesenen Parkstände, unter denen zwei Behindertenparkplätze sind, gilt eine zeitliche Beschränkung der Parkdauer auf eine, beziehungsweise zwei Stunden. Dafür wurden die vorhanden Parkplätze in der Kurt-Schumacher-Straße und dem Bereich Friedrich-Ebert-Straße/Windthorststraße für Dauerparker frei gegeben.

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