Kerschensteiner-Straße wird erneuert

Kurve statt Kreuzung

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Kurve statt T-Kreuzung: Bei der anstehenden Erneuerung der Georg-Kerschensteiner-Straße soll auch gleich die für viele Autofahrer unübersichtliche Kreuzungssituation an der Albrecht-Dürer-Straße „entschärft“ werden.

Obertshausen - Die in die Jahre gekommene Georg-Kerschensteiner-Straße muss erneuert werden. Bei dieser Gelegenheit will die Stadt auch die Verkehrsführung verbessern. Von Thomas Holzamer 

Schlaglöcher, Risse und Flickwerk – wie auch bei anderen Straßen im Stadtgebiet ist der Belag der Georg-Kerschensteiner-Straße inzwischen in die Jahre gekommen und es wird Zeit für eine grundhafte Erneuerung. Die soll demnächst starten und biete der Stadt auch gleich Gelegenheit, das eine oder andere Detail zu verändern, wie Obertshausens Erster Stadtrat und Baudezernent Michael Möser den Mitgliedern des Umwelt-, Verkehrs- und Bauausschusses ankündigte.

Demnach soll unter anderem die „diffuse“ Verkehrsführung im Kreuzungsbereich mit der Albrecht-Dürer-Straße übersichtlicher gestaltet werden. Auch mit der durch die benachbarten Schulen gerade zu Unterrichtszeiten extrem angespannten Parksituation in dem Quartier habe sich die Verwaltung beschäftigt, wie Michael Eberle vom baubegleitenden Ingenieurbüro Schäfer aus Dreieich erläuterte.

Zudem soll ein Teil der Bürgermeister-Kämmerer-Straße im Zuge der Bauarbeiten mit erneuert werden. Dort seien vor allem die Bäume entlang des Fahrbahnrands teils in keinem guten Gesundheitszustand und sollen weichen. Nach derzeitigem Planungsstand soll ein Teil der Wohnstraße – zwischen Petersweg und der Einmündung Kerschensteiner-Straße – zur Spielstraße werden.

Im Fokus bei den geplanten Veränderungen soll jedoch der Kreuzungsbereich an der Georg-Kerschensteiner-Schule (GKS) stehen. Die Unübersichtlichkeit der T-Kreuzung, an deren einer Seite aktuell eine Ausbuchtung mit mehreren Parkplätzen liegt, sorgt regelmäßig für gefährliche Situationen. Sie könnte, soweit die derzeitige Planung, durch eine veränderte Verkehrsführung „entschärft“ werden. So soll die Fahrbahn an jener Stelle, von der Badstraße kommend eine Linkskurve beschreiben. Der Abzweig in den den östlichen Teil der Albrecht-Dürer-Straße (Richtung Firma Holzland Becker) wird an den Scheitelpunkt des Kurvenverlaufs angedockt.

Ein besonderes Augenmerk habe man bei der Planung jedoch auf die angespannte Parksituation im Schulquartier gelegt, erläuterte Möser. So sinke die Zahl der zur Verfügung stehenden Parkplätze auch mit der Umgestaltung nicht. Dennoch komme man nicht ohne Halteverbote entlang der Fahrbahn aus. „Wir brauchen eine Fahrbahnbreite von sechs Metern, da dort Buslinien verkehren und zwei entgegenkommenden Busse aneinander vorbeikommen müssen“, begründet er.

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Weniger schmecken dürfte den Schülern der GKS derweil der Plan der Stadtverwaltung, das Parken entlang der Georg-Kerschensteiner-Straße auf maximal zwei Stunden zu beschränken. Damit soll die teils chaotische Parksituation entschärft und die Schüler dazu gezwungen werden, den großen Parkplatz an der Badstraße zu nutzen. „Gerade diejenigen, die zu spät kommen, fahren oft bis vor die Tür und nehmen es dann mit den Abständen zu Einfahrten beim Parken nicht mehr so genau“, beschreibt Möser. Platz gebe es an der Badstraße genug. „Dort sind zu keiner Zeit alle Parkplätze belegt“, sagte er.

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