Wasserleitungen werden erneuert

Kita-Sanierung kostet mehr

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Bei einem Ortstermin auf der Baustelle informierten Erster Stadtrat Hubert Gerhards (links), Fachbereichsleiterin Cornelia Holler und Architekt Dirk Lüttich über der Stand der Arbeiten.

Obertshausen - Die Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten an der städtischen Kita an der Mühlheimer Straße werden rund 100.000 Euro teurer als ursprünglich geplant und belaufen sich nun voraussichtlich auf etwa 1,3 Millionen Euro. Von Karl-Heinz Otterbein

Grund ist nach Angaben des Ersten Stadtrats Hubert Gerhards, dass die Stadtverwaltung entschieden hat, auch die Wasserleitungen in dem Gebäude komplett zu erneuern. Ob sich durch diese zusätzlichen Arbeiten die geplante Wiedereröffnung der Kita verzögert, steht Gerhards zufolge noch nicht fest.

„Wie gehen derzeit davon aus, dass wir den Zeitplan einhalten und die Arbeiten wie geplant bis zum Herbst abgeschlossen werden können“, erläuterte Gerhards am Dienstagnachmittag bei einem Ortstermin zusammen mit der Leiterin des Fachbereichs Bauen, Wohnen, Umwelt und Verkehr, Cornelia Holler, und dem Architekten Dirk Lüttich. „Die endgültige Entscheidung darüber fällt voraussichtlich bei einem Treffen mit den beteiligten Firmen Mitte September“.

Seit Anfang Mai werden die Jungen und Mädchen, die die Kita an der Mühlheimer Straße besuchen, in Containern betreut, die auf dem Parkplatz an der Badstraße gegenüber der Sporthalle aufgestellt wurden.

Wasserschaden wegen defekter Leitung

Der Grund für die Auslagerung: Wegen eines im Februar durch eine defekte Wasserleitung entstandenen größeren Wasserschadens, durch den mehrere Räume und Teile des Flurbereichs in Mitleidenschaft gezogen wurden, muss die Kita umfangreich saniert werden.

Untersuchungen durch die Versicherung und durch Gutachter hatten dann ergeben, dass der Schaden größer war als angenommen, Die Arbeiten konnten nicht während des laufenden Betriebs ausgeführt werden.

Vom Wasserschaden unbeeinflusst laufen die Arbeiten für einen Anbau, in dem unter anderem 20 neue Plätze für unter Dreijährige untergebracht werden, auf vollen Touren. „Die Aufträge sind zum größten Teil vergeben, es stehen nur noch kleinere Aufträge aus“, erläuterte Cornelia Holler. „Der Estrich wurde bereits komplett erneuert, auch Decken und Wände sind teilweise erneuert worden.“

Energetische Aufwertung

Der künftige U3-Bereich besteht Cornelia Holler zufolge aus zwei neuen Gruppenräumen mit angrenzendem Spielflur, einem Waschraum und einem Schlafraum. Ein neues Nebengebäude soll künftig als Lagerraum dienen. Im Kitagebäude selbst werden ein neuer Pausenraum und ein Besprechungsraum für die Mitarbeiterinnen geschaffen, die vorhandene Kinder- und Hauptküche soll modernisiert werden.

Um künftig Energiekosten zu sparen, wird der Altbestand auch energetisch aufgewertet. So wird etwa die Außenhülle der Kita saniert. Das vorhandene Flachdach wird saniert und gedämmt, zusätzliche Lichtkuppeln werden ins Dach eingebaut. Auch die Fassade wird gedämmt und in verschiedenen Farben neu gestaltet. Eingebaut werden zudem dreifach verglaste Fenster, optimiert werden soll auch der Eingangsbereich der Kita hin zur Mühl-heimer Straße, wo unter anderem überdachte Abstellmöglichkeiten etwa für Kinderwagen geschaffen werden sollen.

Wenn die Arbeiten wie geplant abgeschlossen werden, können die Kita-Kinder zusammen mit ihren Erzieherinnen nach den Herbstferien wieder aus den Containern aus- und in die Kita einziehen, die ersten neuen U3-Kinder könnten voraussichtlich im November aufgenommen werden.

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