Aktion „Klingelnde Vereinskassen“

Turnier-Tänzer der TSA benötigen Bühnenbilder

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Neben den Kostümen brauchen die Formationen für die Präsentation ihrer Tänze bei den Turnieren auch die dazugehörigen Kulissen. Bei deren Bau helfen in der Regel auch die Eltern der Tänzerinnen mit.

Obertshausen - Die Vorstellung der Projekte, mit denen sich Obertshausener Vereine um Geld aus den vom Holzland Becker und unserer Zeitung mit 7500 Euro gefüllten „Klingelnden Vereinskassen“ bewerben, geht mit der Tanzsportabteilung des Turnvereins Hausen weiter. Von Jana Gäbler 

Bei der Tanzsportabteilung (TSA) des Turnvereins Hausen ist der Andrang groß. 230 Mitglieder zählt der Verein im Moment, ein Abebben der Interessenten ist nicht in Sicht. „Besonders hoch ist der Zuspruch bei den Tanzgruppen für die Kleinen“, stellt Abteilungsleiterin Cornelia Euler fest. Aber auch die anderen Gruppen seien sehr gefragt. Den Andrang erklärt sie sich hauptsächlich durch gute Mundpropaganda: „Es spricht sich eben rum, dass unsere Tanzgruppen auf Turnieren so erfolgreich sind.“ So ist beispielsweise die Jugendgruppe des Vereins dreifacher Europameister im Schautanz Charakter. Bei dieser Art des Tanzes werden Themen oder Handlungen, etwa ein Film, tänzerisch umgesetzt. Die TSA bietet aber auch anderen Tanz-Interessen einen Raum. Trainiert werden beispielsweise Streetdance, Marsch oder Hip-Hop, auch auf einer reinen Spaß-Basis ohne die Teilnahme an Turnieren.

Im Training, das für die ambitionierten Turniertänzer zweimal in der Woche stattfindet, werden für jede Saison und jede Gruppe neue Tänze einstudiert. Das ist sehr zeitaufwendig. „Viel Freizeit bleibt den Tänzerinnen zwischen Schule, Training und Turnieren nicht“, meint Euler. Doch das störe die wenigsten. Die Ideen und Choreografien für die Tänze kommen von den Trainern.

Doch auch die passenden Kulissen und Kostüme für jede Gruppe müssen jedes Jahr aufs Neue geplant, gebaut und gebastelt werden. „Hier holen wir uns die Eltern ins Boot“, verrät die Abteilungsleiterin. Anders sei die Arbeit nicht zu stemmen. Denn bei der TSA wird alles selbst gestaltet konstruiert, obwohl das bei den Turnieren keine Vorgabe ist. „Das Tanzen im Verein bindet nicht nur die Aktiven ein – aus der Mitgliedschaft der Tochter wird schnell ein Familienprojekt“, sagt Cornelia Euler und lacht. Die einen bauen Kulissen, die anderen nähen Kostüme, und auch die Kinder müssen mitbasteln. Dabei werden die Kosten für die Kostüme der Tänzer von den Eltern übernommen. Bei den Kulissen allerdings geht das nicht. „Das Geld aus der Aktion ‘Klingelnde Vereinskassen’ soll in die Kulissen und Kostüme der Turniertänzer fließen“, sagt Euler.

Für die nächste Saison wurde bereits ein Kulissenteam aus handwerklich begabten Vätern gegründet, das die Vorstellungen der Trainerinnen von den Kulissen umsetzen soll. Dabei müssen die Handwerker darauf achten, möglichst leichte Materialien wie Pappe oder Sperrholz zu verwenden, da die Tänzerinnen die Kulissen während der Vorführung nur selbst umbauen oder verschieben dürfen. Zwei sind derzeit in Planung. „Die Jugendgruppe benötigt für ihren Schautanz eine Kulisse für ihr Projekt zum Film ‘The Forest’“, erläutert Euler. Dazu sollen Bäume gebaut werden, die mit Stoff verkleidet und mit einer kleinen Nebelmaschine ausgestattet werden, um die gruselige Atmosphäre des Films zu transportieren. Die Kulisse der Schülergruppe hingegen orientiert sich am Film „Nachts im Museum“. Dazu muss ein großer Schaukasten gebaut werden, in den alle Tänzerinnen passen. Aus diesem sollen sie, als Tiere verkleidet, später heraustanzen. „Ein Äffchen gibt es zwar nicht, aber dafür einen Löwen“, scherzt die Abteilungsleiterin. Einen Überblick über die Abteilung und deren Tanzgruppen können sich Interessierte auf tanzsport-hausen.de verschaffen.

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Die zehn Finalisten der Aktion „Klingelnde Vereinskassen“ sind auf holzlandbecker.de aufgelistet. Abgestimmt werden kann allerdings nur auf der Facebook-Seite des Sponsors. Gevotet werden darf bis zum 15. Oktober.

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