CDU bleibt stärkste Fraktion

„Bürger“ legen mächtig zu

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Nicht einfach, aber demokratisch: Wahlzettel-Studium.

Obertshausen - Bewegung in Obertshausen: Die Christdemokraten kommen nach Auszählung der Stimmzettel, auf denen jeweils nur eine Partei angekreuzt wurde, auf 35,9 Prozent - 4,8 Prozent weniger als 2011. Von Michael Prochnow

Die SPD holt 21,4 Prozent (minus 1,7), die Grünen 12,2 Prozent (minus 7,7). Die FDP verdoppelt ihr Ergebnis mit 8,1 Prozent nahezu. Und die „Bürger für Obertshausen“ sind nach dem Trend-Ergebnis mit 22,4 Prozent zweitstärkste Kraft in der Stadtverordneten-Versammlung.

Bleibt es nach der heute beginnenden Auszählung der panaschierten und kumulierten Stimmzettel bei diesen Stimmenverhältnissen, bekommen die CDU 13 Sitze, die Sozialdemokraten acht, die Grünen fünf, die Liberalen drei und die „Bürger“ acht. Die Wahlbeteiligung liegt bei traurigen 43,2 Prozent. Bei der Wahl vor fünf Jahren erhielt die CDU 43,1 Prozent und 16 Sitze, die SPD 22,2 (acht Sitze), die FDP 3,4 (einer), die Grünen 17,8 (sieben) und die „Bürger“ 13,6 (fünf).

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CDU-Spitzenkandidat Anthony Giordano und Parteichef Björn Simon „freuen uns, dass wir deutlich stärkste Fraktion geblieben sind. Durch den Bundestrend haben wir die Verluste erwartet.“ SPD-Chef Manuel Friedrich ist unzufrieden. Kommunale Themen hätten offenbar kaum eine Rolle gespielt, er sieht „eine reine Protestwahl“ und hofft, dass seine Partei noch aus Personenstimmen profitieren kann.

Claudia Vosskamp, Vorsitzende der Grünen, meint, nach dem „Fukushima-Effekt“ von 2011 sei das Ergebnis vergleichbar mit dem von 2006. „Im Hinblick auf Flüchtlingsproblematik und Landespolitik bin ich zufrieden, wir haben mit leichten Einbußen gerechnet.“ Sören Hense, die Nummer 1 der „Bürger“, kritisierte, dass im Vorfeld „Unwahrheiten verbreitet“ worden seien.

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