Komponisten mit Vorliebe für Oratorien

Konzert mit Daniel Sans, Hans-Otto Vetter, Marianne Geldner.
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Konzert mit Daniel Sans, Hans-Otto Vetter, Marianne Geldner.

Obertshausen (M.) ‐ Es ist nicht allein die Beckerath-Orgel, die einen frischen Wind in die Gumbertseestraße weht. Aktive Christen der katholischen Pfarrgemeinde Hausen nehmen das Instrument jedoch zum Anlass, die St. Piuskirche von Zeit zu Zeit auch als Kulturtempel zu nutzen.

Einige Konzerte hatten bereits Musikfreunde aus nah und fern in die hohe Architektur des Professor Rudolf Schwarz gelockt. Sie unterstützt die warme Akustik, bringt freilich auch einen gewissen Hall. Der verstärkte die Stimme des Tenor Daniel Sans auf der Orgel-Empore. Machtvoll erfüllte er den weiten Raum mit Haydns Anbetung, „Du bist‘s, dem Ruhm und Ehre gebührt“ und mit der „Schöpfung“.

Auch aus dem „Paulus“-Oratorium von Mendelssohn Bartholdy wählte er ein Werk, zelebrierte vom Oratorium „Elias“ den Rat, „Wirf dein Anliegen auf den Herrn“. Harmonisch integrierte sich der Solist ins Trio mit der frisch vermählten Sopranistin Marianne Geldner, die bislang als Wycisk bekannt ist. Mit Bassist Hans-Otto Vetter aus den Reihen des Chors sangen die Gäste die wohlklingende Ode Robert Papperts „Ich sehe Dich in tausend Bildern“.

Michael Volpert, Leiter des Kirchenchors, gelang es mit dem Programm, Händel, Haydn und Mendelssohn sowie deren Vorlieben für Oratorien hervorzuheben. Abwechslung bot er mit Bortnianskis „Ich bete an die Macht der Liebe“. Seinen Friedensruf trug das Ensemble in russischer Sprache vor.

Geistlicher Rat Pfarrer Hans-Jürgen König freute sich besonders, dass der Knabensopran des Mainzer Domchors und Schüler der Musikhochschule Frankfurt erneut den Weg nach Hausen gefunden hatte. Er warb für das traditionelle Adventskonzert am 6. Dezember um 17 Uhr.

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