Projekt „Klingelnde Vereinskassen“

Ein kühler Platz im Schatten

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Vor allem für die Verkehrserziehung ist der Schulhof der Joseph-von-Eichendorff-Schule mit seinen aufgezeichneten Straßenmarkierungen ideal. Doch der Asphalt heizt sich im Hochsommer stark auf. Über zusätzliche Sitzplätze im Schatten würde sich die Schule daher freuen.

Obertshausen - Die Vorstellung der Projekte, mit denen sich Obertshausener Vereine um Geld aus den vom Holzland Becker und unserer Zeitung mit 7500 Euro gefüllten „Klingelnden Vereinskassen“ bewerben, geht mit dem Förderverein der Joseph-von-Eichendorff-Schule weiter. Von Lisa Schmedemann 

Alles hat bekanntlich sowohl Vor- als auch Nachteile. Im Fall der Joseph-von-Eichendorff-Schule trifft das auf den großen, aber asphaltierten Schulhof zu. „Lange Zeit wurde der auch als Parkplatz für die benachbarte Mehrzweckhalle benutzt, doch das passiert heute nur noch bei großen Veranstaltungen“, erzählt Schulrektorin Alexandra Hahn. Die große Asphaltfläche mit den aufgemalten Straßenmarkierungen bietet zwar gute Möglichkeiten zur Mobilitätserziehung der Kinder, doch hat sie ein Manko: Der Bodenbelag heizt sich im Sommer auf. „Früher, als der Unterricht nur am Vormittag stattfand, war das kein Problem“, sagt Hahn. Doch mit dem Unterricht und den Angeboten am Nachmittag hat sich über die Jahre auch diese Problematik eingeschlichen. „Für etwas mehr Grün haben wir zwei neue Bäume gepflanzt, aber noch mehr wäre natürlich schön“, sagt die Rektorin und deutet aus dem Fenster, von dem man einen guten Blick auf den Schulhof hat. Außerdem diene der Platz als Feuerwehrzufahrt, was die Erweiterung von Beet- oder Rasenflächen ebenfalls verhindert. „Wir würden den Schülern gerne Schattenplätze und Ruhebänke bieten“, sagt Stefanie Graf-Rudolf, Vorsitzende des Fördervereins der Grundschule. Vielleicht werden es auch kleine Liegen, aber das müsse man noch genauer überlegen. Aus diesem Grund hat sich der Förderverein auch in diesem Jahr wieder für die Aktion „Klingelnde Vereinskassen“ beworben. „Das ist eigentlich schon überfällig, die Nachmittagsangebote gibt es ja nicht erst seit gestern“, fügt Hahn hinzu.

„Hinter dem Mensagebäude haben wir etwas mehr Grünfläche“, erzählt Graf-Rudolf weiter. Bei einem Rundgang zeigt sie, was der Förderverein bereits auf dem Schulhof bewirken konnte. Verschiedene Sitzgruppen, das Freiluftklassenzimmer an der angrenzenden Streuobstwiese und das Spielehäuschen werten den Hof nicht nur optisch auf. Die Kleingeräte aus dem Häuschen, wie etwa Roller und Pedalos, fördern die Motorik der Kinder – und machen einfach Spaß. Dabei müsse bei einer Schülerzahl von 230 auch der Verschleiß dieser Geräte bedacht werden, weswegen regelmäßig Geld in Neuanschaffungen fließe. „Unser größtes Bestreben ist, dass sich die Kinder wohlfühlen“, erklärt Graf-Rudolf. Schließlich verbringen die Schüler mittlerweile einen Großteil ihrer Zeit dort. „Und darauf muss die Schule ausgelegt sein“, betont Hahn.

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Der Förderverein fasst dieses Anliegen unter dem Leitsatz „Erfahrungsraum – Spielraum – Lebensraum“ zusammen. Schon die Puzzleteile im Logo der Schule verweisen auf die enge Zusammenarbeit zwischen Schule, Eltern und Förderverein zugunsten der Kinder. Mit dieser Kooperation konnte im Dezember des vergangenen Jahres das Gesamtzertifikat „Gesundheitsfördernde Schule“ erworben werden. „Das ist für fünf Jahre gültig, darauf ausruhen kann man sich also nicht“, erklärt Graf-Rudolf.

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