Kultur in der Schule

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Viel Musik und sportliche Vorführungen unterhielten das Publikum in der Hesse-Schule.

Obertshausen - Damit hätten sie locker zwei Schulfeste ausstatten können: Mit einem Mammut-Programm haben junge Talente am Freitagabend eine Kulturnacht an der Hermann-Hesse-Schule gestaltet.

Anlass war das 20-jährige Bestehen des Fördervereins, der gerade in den musischen Fächern zahlreiche Aktivitäten finanziell unterstützt oder überhaupt erst ermöglicht. Mehrere hundert Besucher, Eltern, Kinder, Lehrkräfte und Gäste, frönten der Geselligkeit in Foyer, Aufenthaltsraum und im „Aquarium“. Dort präsentierten die Achtklässlerinnen Charlotte Kreuchauff und Laurien Steckenreiter zahlreiche Mitschüler mit Instrumenten, singend und tanzend. Dabei profitiert man auch von der Zusammenarbeit mit der Musikschule. Etliche Kurse finden nachmittags in den Räumen Im Hasenwinkel statt.

Im ersten Block der Aufführungen dirigierte Waldemar Szymanski das Streicherensemble und begeisterte mit seinem Violin-Schüler Lukas Battel. Die Gesamtschule selbst unterhält ein Kammermusik-Ensemble und ein Flötenquartett, die ihr Können demonstrierten. Auch Solisten an der Gitarre und am Klavier verliehen dem Abend ein beachtliches Niveau.

Schülerchöre und Talente

Im zweiten Teil beeindruckten junge Schülerchöre und Talente an den Tasten. Sie interpretierten Werke in englischer, französischer und spanischer Sprache, einige hatten ihre Beiträge in eigener Regie einstudiert. Allen gemein war, dass sie mit großer Motivation und Konzentration ins Scheinwerferlicht und vor die Mikrofone traten.

Die Technik steuerte ein vorbildlich eingespieltes Team, das wieselflink auf die Anforderungen der Künstler reagierte. Die Gruppe setzte auch eine Pantomime und die Garde „Blue Blizzards“ vom Karnevalsverein „Die 11 Babbscher“ ins rechte Licht. Respektvoll lauschte das Publikum sicheren Gedichtvorträgen, Goethes „Zauberlehrling“ und einer phantasievollen Version eines Grimmschen Märchens.

Turnschau im Flur

Im Flur warteten die Trampolin-Asse Marleen Peichl, Sophie Möller und Lisa Korten von der Sportvereinigung Weiskirchen mit einer Turnschau. Auch auf der Bühne, ging’s sportlich weiter, Jugendliche zeigten Hip-Hop. Zwischen Schlagzeugsolo, Big- und Schulband präsentierte sich „Gewrebo“ unter dem Motto, „die Schulleitung rockt“: Direktor Michael Weis, Zweig-Leiter Klaus Trauppell und der Künstler Anatol Broder schlugen starke Rhythmen an.

Gegen Mitternacht wurden Schülerbilder aus dem Kunstunterricht versteigert. Es seien die „Kleinigkeiten, die das Leben und Lernen angenehmer machen“, definierte Carsten Blume das Aufgabenfeld des Fördervereins. Man stelle daher Mittel etwa für Chöre und Bands zur Verfügung. Zwar verfüge jede Schule über ein Budget für Musikinstrumente, erläuterte Direktor Michael Weis, doch das sei rasch ausgeschöpft.

M.

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