Leben für den Naturschutz

Nabu-Ortsverband feiert sein 40-jähriges Bestehen mit Ausstellung

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Gut behütet und gesund gepflegt: Auch für den Schutz des Kleinen Abendseglers, eine Fledermausart, engagieren sich Obertshausens Nabu-Aktive.

Obertshausen – Ob im Vogelschutz, bei Pflege und Erhalt der Biotope in und um Obertshausen oder als Ansprechpartner für Politik und Bürger rund um das Thema Naturschutz – seit mittlerweile 40 Jahren sind die Mitglieder des Obertshausener Ortsvereins Naturschutzbunds (Nabu) aktiv. Von Thomas Holzamer

Begonnen hat alles mit dem Deutschen Bund für Vogelschutz – heute der Naturschutzbund Deutschland –, als dessen Ortsgruppe sich die Obertshausener im Dezember 1978 gegründet haben. Gerade einen Monat zuvor hatte die Staatliche Vogelschutzwarte seinerzeit Peter Erlemann zum Ortsbeauftragten für den amtlichen Vogelschutz in Obertshausen benannt. Dem heutigen Vorsitzenden der Ortsgruppe wurde schnell klar, dass es Mitstreiter brauchen würde, um die zahlreichen nötigen Maßnahmen zu stemmen, die zur Erhaltung und dem Schutz der Lebensräume und ihrer tierischen Bewohner notwendig sind. Und so fand sich binnen eines Monats eine achtköpfige Gruppe zusammen, die sich fortan engagieren wollte.

Als Schwerpunkte der zukünftigen Aktivitäten wurden neben dem Erhalt und der Pflege der Biotope sowie Hilfsmaßnahmen für gefährdete Tier- und Pflanzenarten beschlossen, mit kontinuierlicher Öffentlichkeitsarbeit wie Wanderungen, Exkursionen oder Ausstellungen für die gemeinsame Sache zu werben. Zudem sollten der Magistrat und die politischen Parteien über Projekte informiert und um deren Unterstützung gebeten werden.

Mit Erfolg: Binnen eines Jahres wuchs die Zahl der Aktiven auf 32 an. Und auch bei der Stadt Obertshausen konnten sich die Naturschützer mit ihrem Engagement über die Jahre Gehör verschaffen. So unterstützt diese vor allem die Pflege der Biotope im Stadtgebiet sowohl finanziell als auch durch Mitarbeiter und Gerät des Bauhofs. Ein Umstand, der Peter Erlemann besonders freut, sei es die Pflege der Halbinsel im Angelsee an der Heusenstammer Straße oder etwa die Unterstützung durch einen Hubsteiger zum Aufhängen von Schwalbennestern an privaten und öffentlichen Gebäuden. Viel habe man in den vergangenen vier Jahrzehnten erreicht, sagt er. Ein weiterer Schritt – quasi das Tüpfelchen auf dem i – wäre nun die Schaffung eines Biotopverbunds, der alle schützenswerten Lebensräume in der städtischen Gemarkung beinhaltet. Eine dementsprechende Übersicht haben die Naturschützer gemeinsam mit der Verwaltung zusammengetragen und jüngst im Ausschuss für Umwelt, Verkehr und Bauen vorgestellt. „Das wäre für uns ein schönes Geburtstagsgeschenk“, gesteht Erlemann.

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Ein weiteres Projekt, das den NABU-Aktiven am Herzen liegt ist die „Sanierung“ der sogenannten Unterwiese, am Ortsausgang in Richtung Lämmerspiel. Dort gelte es, so Erlemann, unter anderem überhand nehmende Weidenbüsche zu roden und den einst dort angelegten Amphibientümpel freizuschneiden. Auch diese Arbeiten werden von der Stadt ausgeschrieben. Ein vernünftiges Angebot von einem Unternehmen habe diese jedoch bisher noch nicht bekommen, bedauert er.

Mit einer Geburtstags-Ausstellung informiert der Ortsverband ab heute über seine Arbeit in den vergangenen 40 Jahren. Zu deren Eröffnung um 18 Uhr im Foyer des Rathauses an der Schubertstraße laden die Naturschützer gemeinsam mit der Stadt ein. Infos zur Gruppe gibt es auf nabu-obertshausen.de.

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