Kreuzloch und Rodauniederungen

Letzte Wiesen schützen

Obertshausen - Um die Gebiete Kreuzloch und Rodauniederungen soll es unter anderem gehen, wenn sich Obertshausens Bündnisgrüne heute Abend zu ihrer Mitgliederversammlung treffen. Sie wollen über eine Initiative des Vorstands abstimmen, jene beiden Gebiete vor einer möglichen Bebauung zu schützen.

Beide Gebiete gelten als so genannte Siedlungserweiterungsfläche. Das bedeutet, sie könnten eines Tages bebaut werden. „Wenn auch diese Gebiete bebaut werden, gibt es bald überhaupt keine Wiesen mehr in Obertshausen“, meint dazu Martina Bode vom Vorstand der Grünen in Obertshausen auf Anfrage.

Schon seit längerer Zeit bemühen sich die Grünen um den Schutz des Kreuzlochs und der Rodauniederungen. Ein Vorstoß bei der Ersten Beigeordneten des Regionalverbandes Rhein-Main, Birgit Simon, war allerdings daran gescheitert, dass es für Änderungen im Flächennutzungsplan erst eines Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung bedürfe. Nun wollen die Bündnisgrünen die politischen Veränderungen nach der Bürgermeisterwahl in Obertshausen nutzen, um diese Gebiete zu Landschaftsschutzgebieten umwidmen zu lassen. Sollte die Mitgliederversammlung dem Antrag heute Abend zustimmen, wird er ins Stadtparlament eingebracht. Dort dürfte er auch den anderen Fraktionen willkommen sein.

Sicher gebe es kaum noch Flächen, auf denen sich Obertshausen ausdehnen kann, räumt Martina Bode ein. Doch es handele sich um wichtige Gebiete für Flora und Fauna, die geschützt werden müssten. „Außerdem könnte man auch nirgendwo mehr einen Drachen steigen lassen.“ Das Treffen beginnt heute um 19 Uhr in der Gaststätte „Gut Stubb“, Beethovenstraße 30. 

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