Lob und Tadel für „neue“ Straße

Bürgermeister und Erster Stadtrat sprechen bei Ortstermin an der Georg-Kerschensteiner-Straße mit Anwohnern

Viel Lob für die Stadt gab es beim Ortstermin von den Anwohnern für die Neugestaltung der Georg-Kerschensteiner-Straße.
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Viel Lob für die Stadt gab es beim Ortstermin von den Anwohnern für die Neugestaltung der Georg-Kerschensteiner-Straße.

Breitere Gehwege, neue Parkbuchten und eine geänderte Vorfahrtsregelung, an die sich der eine oder andere Autofahrer noch gewöhnen muss. Die Arbeiten an der Georg-Kerschensteiner- und Bürgermeister-Kämmerer-Straße in Oberthausen sind nach rund eineinhalbjähriger Bauzeit nahezu beendet. Lediglich ein paar Schilder sowie die Bepflanzung mit Bäumen gelte es noch zu erledigen, erläuterten Bürgermeister Manuel Friedrich und Erster Stadtrat Michael Möser bei einem Vor-Ort-Termin mit interessierten Bürgern . Dabei gab es von den Anwohnern für die neue Gestaltung der Straße sowohl Lob als auch Kritik – letztere vor allem für die neue Parkregelung (wir berichteten).

Obertshausen – Nachdem in dem Quartier rund um die beiden weiterführenden Schulen der Stadt in der Vergangenheit regelmäßig Wildparker für Chaos und Anwohnerbeschwerden gesorgt hatten, hat die Stadt nun reagiert. So gilt für den überwiegenden Teil der Stellplätze entlang der Straße täglich zwischen 7 und 15 Uhr eine maximale Parkdauer von zwei Stunden. Damit wolle man vor allem zu den Schulzeiten den Druck aus der angespannten Parksituation nehmen und erreichen, dass insbesondere die Schüler auf den nahegelegenen Parkplatz an der Badstraße ausweichen, erläuterte Möser. Ein erster Eindruck zeige bereits, dass dieser Plan aufgehe. Zudem sollen die Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes in diesem Bereich verstärkt kontrollieren. Was die Beschilderung angehe, sei diese jedoch „noch nicht in Stein gemeißelt“, betonte Möser. Man werde beobachten, ob sich die neue Lösung bewehre und dann abwägen. So könnte etwa in einem Teil der Parkbuchten die zeitliche Beschränkung wegfallen.

Allen recht machen, vermutete Ordnungsamtsleiterin Cornelia Knoke, könne man es jedoch vermutlich nicht, wie schon die einfache Frage in die Runde bewies. Während sich ein Teil der Anwohner über die Neuregelung freut und diese gerne beibehalten möchte, zwingt die zeitliche Einschränkung der Parkdauer auch jene zum Ausweichen an die Badstraße, die etwa von zu Hause aus arbeiten und nicht über einen Parkplatz auf dem eigenen Grundstück verfügen,

Viele Lob gab es für die optische Gestaltung rund um die Kreuzung der Georg-Kerschensteiner- und der Albrecht Dürer-Straße. Dort ist ein kleiner Platz entstanden. Sitzbänke und die geplante Bepflanzung mit Bäumen sollen diesen nicht zuletzt für die Schüler attraktiver machen. „Unsere Hoffnung ist, dass sich die Schüler in den Pausen dort aufhalten können und nicht wie bisher auf dem Gehweg oder Straße stehen müssen“, erläutert der Rathauschef. Dies hatte in der Vergangenheit zu gefährlichen Situationen mit dem Autoverkehr geführt. Um diesen zusätzlich zu verlangsamen wurde die Einmündung in Höhe der Schule zudem aus Richtung Badstraße kommend mit einem abgesenkten Bordstein versehen. In die andere Richtung erinnert eine Fahrbahnschwelle Autofahrer, die zu schnell unterwegs sind an die erlaubte Geschwindigkeit. An die muss sich nicht zuletzt der ein oder andere Schüler wohl noch gewöhnen wie während des rund halbstündigen Ortstermins gleich drei Fahrer bewiesen, deren Frontschürzen vernehmlich in Kontakt mit dem Fahrbahnbelag kamen.

Auch der Einsatz der stadteigenen Messtafeln sei eine gute Möglichkeit, Autofahrer an die erlaubte Höchstgeschwindigkeit in der Tempo-30-Zone rund um die beiden Schule zu erinnern, kündigte Ordnungsamtschefin Cornelia Knoke auf Nachfrage eine Anwohnerin an.

Ein anderer findet: „Bei der Auswahl der Gestaltung und des ausführenden Unternehmens hat die Stadt ein glückliches Händchen bewiesen.“ So waren die Arbeiten an Leitungsnetzen und Straßen auch dank der milden Witterung im vergangenen Winter rund sechs Wochen früher als geplant beendet. Auch den geplanten Kostenrahmen habe man eingehalten erläutert der zuständige Fachdienstleiter Ralf Wurzel.

(Von Thomas Holzamer)

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