Verhandlungen unterbrochen

Magna will Ausbildung beenden

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Obertshausen - Der Automobilzulieferer Magna will nach Angaben der IG Metall das Ausbildungszentrum in Obertshausen auflösen. Von Marc Kuhn

Eine Vereinbarung darüber werde die Gewerkschaft auf keinen Fall unterschreiben, sagte die erste Bevollmächtigte der IG Metall Offenbach, Marita Weber, gestern unserer Zeitung. Betroffen wären etwa 30 Auszubildende. Vor dem Hintergrund des drohenden Fachkräftemangels sprach Weber von einem falschen Weg. „Das Unternehmen braucht junge Leute. “.

Im Dezember hatte Magna angekündigt, rund 230 Arbeitsplätze in Obertshausen abbauen zu wollen. Die Verhandlungen seien unterbrochen worden, erklärte Weber. Die Arbeitnehmerseite habe mit Magna über die Zukunftssicherung des Unternehmens verhandelt. Betriebsrat und Gewerkschaft hätten sich für den Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen, für den Erhalt der Ausbildung und für „faire Abfindungen“ für Mitarbeiter eingesetzt, die freiwillig die Firma verlassen wollten. „Es gab einen Verhandlungsstand vor Weihnachten“, berichtete Weber. Das Unternehmen habe sich dann eine Auszeit genommen. Danach habe das Angebot nicht mehr bestanden, erläuterte die Gewerkschaftschefin. Nun wolle Magna über das freiwillige Ausscheiden vor allem mit Angestellten verhandeln. „Im Moment raten wir dringend, bevor sie Aufhebungsverträge unterschreiben, sich beraten zu lassen“, sagte Weber.

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Neue Verhandlungen zwischen Arbeitnehmervertretern und Magna über den Arbeitsplatzabbau sind zurzeit nicht vorgesehen. „Es gibt keine neue Gesprächsvereinbarung“, erklärte Weber. Magna beschäftigt in Obertshausen etwa 1.100 Mitarbeiter. Sie stellen sogenannte Stoßfänger für Autos her - der vordere und hintere Teil eines Pkw. Im Dezember hatte der Konzern eine Restrukturierung angekündigt, „um die Effizienz des Betriebs zu steigern, eine wettbewerbsfähigere Position herzustellen und die Möglichkeit zu schaffen, Neugeschäft zu sichern“.

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