Maingau Energie

Zwei Nutzer für den Neubau

Anna Albrecht, Sven Gebhard und Dominik Schmidt (von rechts) gehören zu den Mitarbeitern des Eigenbetriebs des Kreises Offenbach, die seit Anfang des neuen Jahres den Dienst in der Rettungswache Obertshausen versehen. Ihr Chef ist Rettungsdienstleiter Thorsten Schiemenz. Foto: Otterbein

Obertshausen - Wenn die Mitarbeiter der Rettungswache in Obertshausen voraussichtlich im Herbst dieses Jahres ihr neues Domizil auf dem Gelände der Maingau Energie GmbH an der Ringstraße in Obertshausen beziehen, werden sie nicht die einzigen Nutzer des Gebäudes sein. Von Karl-Heinz Otterbein 

Die beim Eigenbetrieb des Kreises Offenbach angestellten Rettungskräfte werden sich das Gebäude mit Mitarbeitern der Maingau Energie teilen, die dort ihre technische Abteilung unterbringen wird. So jedenfalls sehen die Pläne des Energieversorgers und des Eigenbetriebs aus, die der technische Geschäftsführer der Maingau Energie, Joachim Prietzel, und der Betriebsleiter des Eigenbetriebs des Kreises, Ralf Ackermann, gestern bei einem Ortstermin vorgestellt haben.

„Wir haben vor, direkt neben einem schon stehenden Gebäude, in dem derzeit unser gewerblicher Bereich mit unter anderem Lagerräumen und Sozialräumen untergebracht ist, einen zweigeschossigen Neubau zu errichten. Darin wollen wir in den beiden Obergeschossen unsere technische Abteilung unterbringen“, erläuterte Prietzel. „Im Erdgeschoss sollen eine Fahrzeughalle mit Platz für drei Fahrzeuge und Räume für die Rettungskräfte des Eigenbetriebs entstehen. Wir sehen darin die ideale Lösung“.

Erste Grobplanung

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Prietzel zufolge steht für das gemeinsame Projekt von Maingau Energie und Eigenbetrieb die Grobplanung, Details sollen in demnächst stattfindenden Gesprächen mit Architekten und Fachplanern erarbeitet werden. Die ausgearbeiteten Pläne sollen Mitte Februar dem Aufsichtsrat der Maingau Energie zur Entscheidung vorgelegt werden, der, so er sie absegnet, dann dem Eigenbetrieb des Kreises zwei Optionen vorlegen wird.

Option eins: Der Energieversorger baut und finanziert das komplette Gebäude und vermietet das Erdgeschoss an den Eigenbetrieb. Option zwei: Der Energieversorger baut das komplette Gebäude, der Eigenbetrieb finanziert aber die Erdgeschossräume und erwirbt sie als Sondereigentum. Ralf Ackermann zufolge hat der Eigenbetrieb dafür 395.000 Euro in seinen Wirtschaftsplan eingestellt. Ob der Eigenbetrieb die neuen Räume mietet oder kauft, steht noch nicht endgültig fest. „Wichtig ist, dass wir für unsere Rettungswache in Obertshausen ein neues Domizil mit einer besseren Verkehrsanbindung als an unserem alter Standort gefunden haben“, erläuterte Ackermann. „Der Neubau einer Rettungswache, von der aus wir Einsätze in Obertshausen, Hausen, Heusenstamm und Lämmerspiel fahren, ist schon seit fast drei Jahren im Gespräch“.

Als Rettungswache genutzte Räume

Die bisher als Rettungswache genutzten Räume im Malteser Dienstezentrum an der Bieberer Straße hätten sich als nicht mehr ideal erwiesen, zudem sei der Vertrag zwischen dem Kreis Offenbach und dem Dachverband der Malteser in Köln zum 31. Dezember 2013 ausgelaufen.

Bis die Rettungskräfte des Eigenbetriebs ihr neues Domizil beziehen können, können sie Räume der Maingau Energie nutzen. Die neu angeschafften Rettungsfahrzeuge vom Typ Mercedes Sprinter 316 CDI sind, vor der Witterung geschützt, in vom Eigenbetrieb gemieteten und auf dem Maingau-Gelände aufgestellten Zelten abgestellt. Eines der Fahrzeuge steht dort täglich rund um die Uhr, das andere wochentags von 8 bis 22 Uhr und am Wochenende ebenfalls rund um die Uhr. Hinzu kommt ein gebrauchter Rettungswagen, der als Ersatzfahrzeug angeschafft wurde. „Alle Rettungsdiensteinsätze im Kreis, also auch die von unserer Rettungswache in Obertshausen aus, werden von der zentralen Leitstelle in Dietzenbach nach der nächsten Fahrzeug-Strategie disponiert“, so Ralf Ackermann. „Wir rechnen wie bisher mit jährlich rund 2500 Einsätzen im Rettungswachenbereich Obertshausen.“

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