Malteser schließen Rettungswache in Obertshausen

Retter starten in der Ringstraße

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Obertshausen - Wenn Rettungskräfte ab dem 1. Januar 2014 zu Einsätzen in Obertshausen, Heusenstamm oder Lämmerspiel gerufen werden, starten sie nicht mehr in der Bieberer Straße 131 in Obertshausen. Von Karl-Heinz Otterbein 

Sie machen sich ab diesem Tag in ihren Fahrzeugen von der Oberts-hausener Ringstraße 4-6 aus auf den Weg zum Einsatzort. Und die Rettungskräfte gehören nicht mehr den Maltesern in Stadt und Kreis Offenbach an, sondern stehen beim Eigenbetrieb des Kreises in Lohn und Brot. Wie berichtet, schließen die Malteser ihre Rettungswache in Obertshausen zum 31. Dezember und die rettungsdienstliche Versorgung der Menschen in Obertshausen sowie Teilen von Heusenstamm und Mühlheim wechselt in den Eigenbetrieb des Kreises. Und mit diesem Wechsel ändert sich auch der Standort, von dem aus die Rettungswagen zu ihren Einsätzen fahren. „Unabhängig davon, wer den Rettungsdienst von Obertshausen aus betreibt, hätten wir ohnehin eine neue Rettungswache gebaut“, erläuterte Ralf Ackermann, Betriebsleiter des Eigenbetriebs des Kreises, gestern auf Anfrage. „Standort der neuen Wache wird das Gelände der Maingau Energie an der Ringstraße in Obertshausen“.

Dort werde im Laufe des kommenden Jahres ein neues Gebäude errichtet. Ob von der Maingau Energie und dann von dem Unternehmen an den Eigenbetrieb verpachtet oder vom Eigenbetrieb selbst stehe noch nicht fest, sagte Ackermann. Die Verhandlungen mit dem Unternehmen seien noch nicht abgeschlossen. „Wir rechnen fürs kommende Frühjahr mit dem Baubeginn für die neue Rettungswache“, so Ackermann. Bis diese fertig sei, gebe es eine Übergangslösung, damit die rettungsdienstliche Versorgung nicht unterbrochen werde. „Wir stellen die beiden von uns neu angeschafften Rettungsfahrzeuge zunächst in Zelten auf dem Gelände der Maingau Energie wetterfest unter“, sagte der Leiter des Eigenbetriebs. „Für unsere Mitarbeiter gibt es auf dem Areal eine feste Unterkunft“.

Insgesamt würden 15 hauptamtliche Mitarbeiter in der neuen Rettungswache tätig sein, mehr als die Hälfte des Personals habe der Eigenenbetrieb von den Maltesern übernommen. Als Grund für die Übernahme des bisher von den Maltesern geleisteten Dienstes nannte Ackermann, dass sich der Malteser-Verein, den der Kreis Offenbach als Träger des Rettungsdienstes explizit mit dem Dienst beauftragt hatte, zum 31. Dezember 2012 aufgelöst hat.

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Seinerzeit habe der Kreis mit dem Dachverband der Malteser in Köln eine zeitlich befristete Notbeauftragung vereinbart, die zum 31. Dezember 2013 auslaufe. „Der Kreis hatte dann die Alternative, entweder den Rettungdienst für den erwähnten Bezirk europaweit auszuschreiben oder ihn in Eigenregie zu übernehmen“, so Ackermann. „Er hat sich für die zweite Möglichkeit entschieden und im Juni dieses Jahres einen entsprechenden Beschluss gefasst. Darüber haben wir die Malteser zeitnah informiert“.

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