Erfolgreiche Premiere

Martinsmarkt: Vielfalt bei bestem Wetter

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Fast die Hälfte der 31 Stände beim ersten Obertshäuser Martinsmarkt im alten Ortskern boten Handwerkskunst.

Obertshausen - Die Premiere des Martinsmarkts in Obertshausen übertraf alle Erwartungen: Fast die Hälfte der 31 Stände war mit attraktiver Handwerkskunst bestückt. Die Veranstaltung soll es in Zukunft wieder geben. Von Michael Prochnow

„Alles all!“ Das ist sicherlich die kürzeste Bilanz einer neuen Idee im Obertshausener Veranstaltungsreigen. Aber sie trifft den Erfolg des ersten Martinsmarkts „im alten Ort“ auf den Punkt: Bei den Weinfreunden war am Sonntagabend so ziemlich alles ausverkauft, was flüssig war. An vielen der 31 Stände sah es ähnlich aus. „Mit einem solchen Erfolg beim ersten Anlauf haben wir nicht gerechnet“, sagt Jürgen Krapp, Vorsitzender des Wein-Vereins und Organisator des Marktes. Am Samstag hatten sie noch im strömenden Regen die nagelneuen Hütten des Heusenstammer Bauhofs aufgebaut. „Wir kamen nass bis auf die Haut nach Hause“, erzählt Krapp von den traurigen Aussichten am Tag vor dem Start. Gefallen fanden die Teilnehmer an den Buden aus der Schlossstadt, die in Fress- und Fünfhäusergasse ihre Feuertaufe bestanden „Die Module lassen sich ganz einfach zusammenbauen“, berichtet der Initiator.

Ursprünglich hatten die Freunde guter Tropfen an einem alternativen Weihnachtsmarkt gedacht. Viele Obertshausener hatten die adventliche Geselligkeit im Herzen des Stadtteils vermisst. Zweimal Trubel in der Adventszeit kamen für Verantwortliche der Stadt wie für den Vereinsring schon aus Kostengründen nicht in Frage. Bürgermeister Bernd Roth schlug als Kompromiss einen Rummel zum Martinstag vorgeschlagen – die Weinfreunde haben ihn verwirklicht.

Erfolg bei der Premiere

Martinsmarkt: Erfolg bei der Premiere

Der Charme des Treffpunkts liegt in seinem Termin. Mitte November sind vor allem viele Produzenten und Verkäufer von Kunstgewerbe noch nicht ausgebucht. So gelang es, fast die Hälfte der 31 Stände mit attraktiver Handwerkskunst auszustatten, was das Publikum zu schätzen wusste. Eine weitere Voraussetzung für die gute Resonanz war laut Krapp, dass sämtliche Geschäftsleute sowie einige private Anrainer der Wilhelmstraße dabei waren Der Frisörsalon schenkt an der längsten Theke der Gegend spanische Weine aus. Die griechischen Inhaber der Schneiderei bereiteten Souflaki-Spieße mit Tsatsiki und boten Uozo an, der neue türkische Lebensmittelladen begeisterte mit gefülltem Lahmacun-Teig.

Die Wirtsleute des „Nachtwächter“ ergänzten die Speisekarte um Spezialitäten ihrer Speisekarte. Während die Malteser Brezeln und Getränke wärmten, serviert terre des hommes Lachsbrötchen, Marmelade und Sekt zum Kunstgewerbe. Der Waldkindergarten lockt mit Selbstgebasteltem, die Jugendfeuerwehr ließ Crêpes duften, die Fahrschule mixte mit Cocktails, der Weinhändler ließ scharfe Sachen aus schönen Flaschen kosten. Das Fitnessstudio Vitality Lounge brachte mit Kindern und Erwachsenen zum Auftakt viel Schwung in die Zuschauerschar vor der Bühne. Später begleitete Norbert Heil mit seiner Band Chic den Trubel zu seinen Füßen musikalisch. Und weil die besinnliche Jahreszeit noch nicht angebrochen ist, durfte noch tüchtig gerockt werden.

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