Autobahn-Anschluss

A3-Ausbau: Mehr Fahrspuren, weniger Lärm

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Schon jetzt ist der Bereich um den Autobahnanschluss Oberthausen stark frequentiert, zusätzlicher Verkehr ist zu erwarten.

Obertshausen - Geht es nach der Stadtverwaltung, werden in absehbarer Zeit keine Fahrzeuge mehr innerörtliche Straßen befahren, die kein Ziel in Obertshausen ansteuern oder nicht innerhalb des Stadtgebiets selbst losgefahren sind. Von Karl-Heinz Otterbein

Auch wird die Verkehrssituation an der Autobahnanschlussstelle Obertshausen so verbessert, dass es auch nach Inbetriebnahme des Paketzentrums der DHL im Gewerbegebiet Herbäcker nicht zu größeren Verkehrsbehinderungen kommt.

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„Wir haben uns in der Verwaltung mit dem Planungsbüro Habermehl und Follmann zusammengesetzt und überlegt, wie wir das Stadtgebiet möglichst von überörtlichem Verkehr entlasten können“, erläuterte Erster Stadtrat Hubert Gerhards gestern in einem Gespräch mit unserer Zeitung. „Fahrzeuge, die nicht den so genannten Ziel- und Quellverkehr bilden, sollten auf überörtliche Straßen umgeleitet werden.“

Nach Aufforderung durch das Hessische Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung hat die Stadtverwaltung einige Projekte zusammengestellt, die zum Bundesverkehrswegeplan 2015 angemeldet werden sollen.

Ausbau der Autobahnanschlussstelle

Zu den Projekten gehört der Ausbau der Autobahnanschlussstelle Obertshausen, insbesondere im Hinblick auf das erwartete steigende Verkehrsaufkommen durch die für das Frühjahr 2014 geplante Inbetriebnahme des großen DHL-Paketzentrums auf dem Gelände des ehemaligen Bundeswehrdepots.

„Wir fordern eine Trennung des örtlichen Verkehrs auf der Heusenstammer Straße und des Verkehrs, der von der Autobahn kommend das Paketzentrum ansteuert“, erläuterte Gerhards. „Mit einer solchen Bypasslösung könnten die Lastwagen vom Gewerbegebiet Herbäcker direkt auf die Autobahn fahren.“

Weitere Forderungen der Stadt: Die Beschleunigungsspur auf der A3, die derzeit rund 300 Meter lang ist, soll verlängert werden, um ein Einfädeln in den fließenden Verkehr zu erleichtern. Die A3 soll zwischen der Anschlussstelle Hanau und dem Offenbacher Kreuz in jede Richtung vierspurig ausgebaut werden. Die Standspur soll wieder für ihren ursprünglichen Zweck genutzt werden können. Auch soll die Anschlussstelle Hanau der A3 so ausgebaut werden, dass sie den aus nördlicher Richtung über die B45 rollenden Verkehr besser aufnehmen kann. Das würde auch positive Auswirkungen für Obertshausen haben.

Lärmschutz

Schließlich fordert die Stadt Obertshausen auch einen deutlich verbesserten Lärmschutz entlang der A3 im Bereich der Gemarkung Obertshausen und entlang der B448.

„Zu unseren Vorschlägen gehört auch die Anbindung des Rembrücker Wegs an die L 3117, auch wenn dies kommunalpolitisch unterschiedlich gesehen wird“, sagte der Erste Stadtrat. „Zudem müsste eine solche Maßnahme heute komplett von der Stadt bezahlt werden. Ende der 80er Jahre, als die Maßnahme im Zuge des Baus der Umgehungsstraße geplant war aber nach Protesten von Anwohnern des Rembrücker Wegs nicht realisiert wurde, hätte das Land die Kosten getragen“

Welche der Projekte fristgerecht bis Ende Februar der zuständigen hessischen Straßenbauverwaltung zugestellt und damit für den Bundesverkehrswegeplan 2015 angemeldet werden, entscheidet das Stadtparlament in seiner Sitzung am Donnerstag, 7. Februar. Dann wird über den Beschlussvorschlag des Magistrats abgestimmt. In der Sitzung des Umwelt-, Verkehrs- und Bauausschusses am Montagabend gab es keine Beschlussempfehlung.

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