Mit 270 Pferdestärken aufs Siegertreppchen

Rennfahrer Nick Deissler aus Obertshausen ist im Tourenwagen auf der Überholspur

Benzin im Blut und das Treppchen fest im Blick: Nachwuchsrennfahrer Nick Deissler war auch in dieser Saison wieder erfolgreich unterwegs.
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Benzin im Blut und das Treppchen fest im Blick: Nachwuchsrennfahrer Nick Deissler war auch in dieser Saison wieder erfolgreich unterwegs.

Den Geruch von Öl und Benzin in der Nase und mit 270 Pferdestärken unter dem Hintern über den Asphalt donnern. Wovon viele Jugendliche aber auch Erwachsene nur träumen können, ist für den Obertshausener Nick Deissler zur Realität geworden.

Obertshausen – Die Leidenschaft für den Rennsport hat das Nachwuchstalent aus Obertshausen bereits früh gepackt. Nachdem er 2012 sein erstes Kart geschenkt bekam, fuhr er schon bald als Gaststarter die ersten Rennen und sammelt seitdem regelmäßig Titel und Erfolge, darunter gleich mehrere Meistertitel. Inzwischen hat Nick Deissler sein Kart gegen den Fahrersitz eines 270 PS starken Tourenwagens getauscht. Allerdings nur auf der Rennstrecke, einen Führerschein hat der 16-Jährige freilich noch nicht.

Erfolg im neuen Boliden stattdessen schon: In der coronabedingt verkürzten Rennsport-Saison 2020 sicherte sich der Obertshausener in der Spezial-Tourenwagen-Trophy gleich drei Titel. Er ist nicht nur der diesjährige Juniorenmeister, sondern belegte auch in der Klasse „Division 3“ den zweiten Platz und bei der Spezial-Tourenwagen-Trophy den dritten Platz. Die entsprechenden Pokale bekam Nick Deissler nun im Autohaus seines Vaters an der Bieberer Straße vom Organisator der Spezial-Tourenwagen-Trophy überreicht. Mit diesem war auch Rathauschef Manuel Friedrich gekommen, um dem 16-Jährigen im Namen der Stadt zu seinen Erfolgen zu gratulieren. „Obertshausen ist stolz, solch einen talentierten Rennfahrer in seiner Mitte zu haben, der seine Heimatstadt nicht nur an den legendären Rennstrecken in Deutschland vertritt, sondern mittlerweile auch in Europa seine Rennen erfolgreich fährt“, lobte Friedrich.

Und wie kann es anders sein: Seine Leidenschaft für schnelle Autos hat der junge Rennfahrer nun auch zum Beruf gemacht und absolviert seine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker beim Porsche Zentrum Frankfurt am Main.

(Von Thomas Holzamer)

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