Obertshausen

Schwimmbad „Monte Mare“ kurz vor Wiedereröffnung - mit strengen Corona-Regeln

Bereit für die Öffnung: Erster Stadtrat Michael Möser, Monte Mare Geschäftsführer Patrick Doll, Betriebsleiter Carsten Kuczewski und Bürgermeister Manuel Friedrich.
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Bereit für die Öffnung: Erster Stadtrat Michael Möser, Monte Mare Geschäftsführer Patrick Doll, Betriebsleiter Carsten Kuczewski und Bürgermeister Manuel Friedrich.

Das Monte Mare in Obertshausen bei Offenbach ist bereit für die Wiedereröffnung nach dem Corona-Lockdown. Die Regeln sind strikt.

Obertshausen – Die Vorbereitungen für die Wiedereröffnung am Freitag, 16. Juli, laufen bereits auf Hochtouren und die ersten Wasserproben wurden auch bereits genommen, wie Betriebsleiter Carsten Kuczewski erklärt. Er und sein Team freuen sich schon auf die Eröffnung und sehen sich gut gewappnet. „Unsere Rettungsschwimmer haben vor Kurzem ihre Leistungsüberprüfung im Waldschwimmbad in Dietzenbach gemacht und waren dabei voll im Soll“, zeigt sich der Betriebsleiter begeistert zufrieden. Da die Schwimmer seit der Schließung am 2. November nicht trainieren konnten, sei dies beeindruckend, meint Kuczewski.

Doch nun, nach über acht Monaten Stillstand soll es endlich wieder losgehen. „Man muss ganz klar sagen, dass wir unter wirtschaftlich schwierigen Bedingungen eröffnen“, sagt er. Laut aktuellen Richtlinien wird es eine Besucherbeschränkung geben. „Momentan ist es so, dass rechnerisch ein Besucher auf zehn Quadratmeter kommen darf – im letzten Lockdown waren es fünf.“

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Der Schwimmbereich umfasst inklusive Außengelände etwa 5 000 Quadratmeter, was es gestattet maximal 500 Besucher in die Schwimmhalle zu lassen. Vor der Pandemie seien es zu Hochzeiten bis zu 1 200 Menschen gewesen. „Der Sauna- und der Wellnessbereich sind noch einmal gesondert“, erklärt der Betriebsleiter. Auch neu ist die Reservierungspflicht. Doch, da nicht jeder onlineaffin und ein telefonischer Reservierungsservice personell nicht machbar sei, hat man sich entschieden ein festes Kontingent für den Vor-Ort-Verkauf zurückzulegen. „Wenn die Karten aber weg sind, sind sie weg.“

Zutritt zum Schwimmbad erhalten Gäste nur wenn sie einen aktuellen, negativen Test haben oder nachweislich geimpft oder genesen sind. Innerhalb des Schwimmbades gelten dann die sogenannten AHA-Regeln. So sei auf den Wegen eine Maske zu tragen, auf den Liegen oder im Becken könne diese abgelegt werden.

Patrick Doll, Geschäftsführer der Monte Mare Betriebs GmbH, stellt jedoch klar, dass das Wohlergehen der Menschen im Vordergrund stehe. „Die Leute wissen mittlerweile, was Corona ist, aber trotzdem sollen sie sich wohl fühlen“, so der Geschäftsführer, der auch stolz darauf ist, dass man 90 Prozent des Personals während der Schließung halten konnte.

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Seiner Einschätzung nach liefen die Arbeiten planmäßig. Einige kleinere Schönheitsreparaturen und Landschaftsarbeiten seien noch zu erledigen, aber man habe noch genug Zeit. „Insgesamt dauert es drei Wochen bis der Betrieb wieder komplett hochgefahren ist“, erklärt er. Bis dahin sei die Technik wieder richtig am Laufen, das Team eingespielt und die chemischen Vorgänge beim Wasser entsprechend eingestellt. Das Problem seien dabei jedoch die Betriebskosten, da in dieser Vorlaufzeit keinerlei Einnahmen erwirtschaftet werden könne. „Da ist schnell mal eine Viertelmillion weg“, fasst Doll kurz zusammen. Daher hofft er, dass man eine weitere Schließung verhindern könne.

Weitere Informationen unter: monte-mare.de/obertshausen/

Auch Bürgermeister Manuel Friedrich zeigte sich sichtlich erfreut von der anstehenden Wiedereröffnung des Erlebnisbades – pünktlich zu den Sommerferien. „Gerade für Familien waren die vergangenen Monate schwer“, sagt der Rathauschef. „Die Kinder und Jugendlichen haben die Pandemie bis jetzt tapfer durchgestanden.“ Nun seien die Inzidenzwerte niedrig und alle sollten wieder gemeinsam Spaß haben dürfen, jedoch gelte es, bewusst mit der Situation umzugehen. (Jan Max Gepperth)

Das Heinrich-Fischer-Bad in Hanau konnte seinen Betrieb bereits wieder aufnehmen. Auch dort gelten weiterhin bestimmte Regeln, um die Ansteckungsgefahr niedrig zu halten.

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