Finanzspritze

„monte mare“: Bad-Sanierung kostet mehr

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Im künftigen Saunagarten an der Badstraße sind die Bauarbeiten in vollem Gang.

Obertshausen - Die städtische Schwimmbad GmbH kann für die seit Juli 2013 laufende Sanierung und Erweiterung des monte mare-Freizeitbads an der Badstraße mit einer weiteren Finanzspritze seitens der Stadt Obertshausen rechnen. Von Karl-Heinz Otterbein 

Das Stadtparlament hat in seiner Sitzung am Donnerstagabend bei Enthaltung der FDP-Stadtverordneten Elke Kunde einstimmig und ohne Aussprache einen interfraktionellen Antrag beschlossen, womit der Magistrat beauftragt wurde, unabhängig von der bereits beschlossenen Errichtung des Schwimmteichs auf dem ehemaligen Freibadgelände, zur Finanzierung notwendiger Ersatzmaßnahmen im Freizeitbad Oberts-hausen im Haushaltsplan 2015 eine zusätzliche Finanzdiensthilfe für die Schwimmbad GmbH einzuplanen.

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Diese zusätzliche Finanzdiensthilfe sei für die städtische Gesellschaft notwendig, um den Schuldendienst für ein Darlehen in der Höhe von maximal 1,8 Millionen Euro leisten zu können. Die Zusage der Stadt Obertshausen eine entsprechende Ausfallbürgschaft für das Darlehen zu übernehmen, werde gegenüber der Schwimmbad GmbH bereits jetzt verbindlich erklärt. „Die städtische Bädergesellschaft hat im Juli 2013 mit erheblichen Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen im Freizeitbad Obertshausen begonnen“, heißt es in der Begründung des von allen Fraktionschefs unterschriebenen Antrags. „Im Laufe dieser Baumaßnahmen sollten möglichst umfassend auch alle, teilweise schon seit Jahren bestehende, Baumängel beseitigt werden.“

Zu den seinerzeit protokollierten 38 Baumängeln seien noch einmal weitere 28 neu festgestellte Schäden am Bestandsgebäude hinzu gekommen. Die Beseitigung dieser insgesamt 66 Gebäudeschäden sei aus bautechnischer Sicht auch durchgehend als dringlich zu bezeichnen. Die Mängel seien zwischenzeitlich katalogisiert und mit Kosten hinterlegt worden, so dass die Schwimmbad GmbH in den Jahren 2014 und 2015 mit zusätzlichen Ausgaben von insgesamt 1,8 Millionen Euro rechnen müsse. Die genaue Darlehenshöhe könne erst nach weitest gehendem Baufortschritt der derzeit ausgeführten Maßnahmen beziffert werden.

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Der Schuldendienst für ein Darlehen in Höhe von 1,8 Millionen Euro würde nach den aktuellen Konditionen jährlich rund 80.000 Euro betragen. Der am Donnerstag gefasste Beschluss solle für die städtische Bädergesellschaf eine Planungssicherheit schaffen und den Fortgang der Baumaßnahme und die weitere Sanierung des Bades gewährleisten.

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