Naturfreunde gründen BI

Kräfte gegen Fluglärm bündeln

Obertshausen - „Was können wir in Obertshausen gegen Fluglärm tun?“ fragen sich nicht nur die Obertshausener Naturfreunde. Die aber wollen es nicht bei Fragen belassen, sondern Antworten suchen - und zudem die Bürgerinitiative „Gegen Fluglärm“ gründen. Von Karl-Heinz Otterbein

Der offizielle Startschuss für die Gründung der BI soll bei einem Treffen fallen, zu dem die Naturfreunde für Dienstag, 23. Oktober, um 19.30 Uhr ins Bistro im zweiten Stock des Horst-Warnecke-Hauses der Awo in der Seligenstädter Straße 43 in Hausen einladen. „Wir haben schon einige feste Anmeldungen von Interessierten, die bei der BI mitmachen wollen“, erläuterte Naturfreunde-Chef Rudolf Schulz gestern in einem Gespräch mit unserer Zeitung. „Und ich gehe davon aus, dass auch der eine oder andere Verein mitmachen wird. Und auch die Parteien sind natürlich eingeladen, bei der BI mitzuarbeiten. Wir wollen schließlich ein großes Spektrum abdecken. Je mehr Gruppierungen dabei sind, desto besser.“

Bei dem Treffen am kommenden Dienstag soll ein ganzes Bündel von Fragen angerissen werden. So etwa wie sich die aktuelle Situation darstellt und was noch auf Obertshausen zukommt. Zudem geht es um den Sachstand bei den Bemühungen der Stadt Obertshausen um die Einrichtung von Messstationen und einen Sitz in der ständigen Fluglärmkommission sowie den Bericht zum Lärmaktionsplan. Auch geht es um die Frage, welche Forderungen die Obertshausener Bürger haben. „Seit einem Jahr ist die Landebahn Nordwest am Frankfurter Flughafen in Betrieb“, so Schulz. „Ein Jahr lang leiden die Einwohner in Obertshausen verstärkt unter der Belastung der Autobahn und durch an- und abfliegende Flugzeuge und durch ständige Feinstaubbelastung aus der Luft. Wir sind ja nicht gegen den Flughafen. Es wird aber Zeit, dass sich bezüglich des Fluglärms etwas ändert“.

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Federführend bei der BI-Gründung werden Rudolf Schulz zufolge die Naturfreunde sein. „In Obertshausen bieten sich die Naturfreunde als Kontakt an“, so Schulz. „Als Verein, der sich der Natur verpflichtet fühlt, wollen wir die Kräfte in Obertshausen bündeln. Die Idee, gemeinsam mit anderen betroffenen Bürgern eine Initiative aus der Taufe zu heben, ist auf der jüngsten Vorstandssitzung beschlossen worden. Bisher fahren auch Menschen aus Obertshausen regelmäßig montags zur Demonstration an den Flughafen, machen mit bei einzelnen Aktionen, halten den Lärm nicht mehr aus, wissen aber bisher nichts voneinander. Eine organisierte Gruppenfahrt ist natürlich auch billiger“. Die Naturfreunde wollten dazu beitragen, ein Netzwerk aufzubauen, um die Interessen und den Unmut in Obertshausen zu bündeln und den Betroffenen eine Stimme geben, erläuterte der Vorsitzende. Das Netzwerk werde also Protesttermine koordinieren und wichtige Informationen zum Thema weiterleiten. Mitstreiter und Interessierte könnten sich per Mail unter schulz.rudolf@gmx.de melden. Sie erhielten dann regelmäßige Rundmails zu wichtigen Terminen. Die Mailadresse werde vertraulich behandelt. Ein regelmäßiger Treff in Oberts-hausen werde angestrebt. Mehr Informationen gibt es bei Rudolf Schulz unter der Nummer 0171/2384866.

Rubriklistenbild: © dpa

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