Mit städtischer Unterstützung

Naturschützer pflegen Biotope am Angelweiher

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Mit Motorsägen und Freischneidern rückten die Aktiven der Naturschutzverbände dem dichten Gestrüpp zu Leibe. 

Obertshausen - Viel zu tun gibt es derzeit für die Naturschutzverbände der Stadt. Sie kümmern sich ehrenamtlich um die Pflege der Biotope in und um Obertshausen – mit städtischer Unterstützung.

Mit einem Spezialbagger unterstützte Ralf Brandt vom städtischen Bauhof die Arbeit der ehrenamtlichen Naturschützer. 

Frische Temperaturen tagsüber und Frost in der Nacht – noch ist er da, der Winter. Nach beinahe frühlingshaften Temperaturen im vergangenen Monat ist in diesem Tagen nichts mehr davon zu merken, dass der Frühling bereits in den Startlöchern steht. Doch rechtzeitig, bevor das Grün mit steigenden Temperaturen wieder zum Leben erwacht, gibt es alljährlich viel zu tun für Obertshausens Naturschutzverbände, die sich ehrenamtlich um die Pflege der Biotope in und um die Stadt kümmern.
Und so herrschte dieser Tage reger Betrieb auf der Biotopfläche hinter der Absperrung am Angelweiher. Ralf Brandt vom städtischen Bauhof war mit einem speziellen Bagger angerückt, um die zwischen den Naturschutzverbänden und der Stadt Obertshausen abgestimmten Pflegemaßnahmen vorzunehmen. Im ersten Arbeitsgang wurde die gesamte Fläche gemulcht und die aufgekommenen Erlen abgefräst. Auch ein Teil der am Ufer wachsenden Binsen musste zurückgeschnitten werden, damit auf der Halbinsel rastende Vögel freie Sicht auf die Wasserfläche haben. Im zweiten Arbeitsgang galt es, die Wurzelstöcke der Erlen herauszuziehen, um ein erneutes Aufwachsen zu verhindern.

Mit dem Abschieben eines Teils der Vegetationsdecke bis auf den sandigen und kiesigen Untergrund haben die Helfer darüber hinaus beste Voraussetzungen geschaffen, um dem bedrohten Flussregenpfeifer einen geeigneten Lebensraum zu schaffen. Mit der Anlage einer Kiesbank wird die Biotopgestaltung auf der Fläche abschlossen. Dafür danken die NABU-Aktiven der Stadt Obertshausen, für die Unterstützung. Diese wären ehrenamtlich nicht zu leisten gewesen, informiert deren Vorsitzender Peter Erlemann.

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Fleißig waren auch die Ehrenamtlichen von NABU, NAOM und HGON, die sich zu einem weiteren Arbeitseinsatz am Angelweiher trafen. Mit Motorsäge und Freischneidern wurden dort aufgekommene Weiden und Brombeergestrüpp zurückgeschnitten. Ziel dieser Arbeiten ist, die Steinbiotope für Reptilien, die Amphibientümpel und die Insektenhölzer wieder freizuschneiden. Das fördert die Sonneneinstrahlung auf diese Kleinlebensräume, die wichtig für die Entwicklung von Kaulquappen sowie wärmeliebenden Eidechsen und Insekten sind, erklärt Erlemann. (thh)

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