Abrechnungszeitraum wächst auf fünf Jahre

Neue Beiträge für Straßen - Satzungsänderung beschlossen

Bei grundhaften Straßensanierungen kontaktiert die Stadt im Vorfeld auch die örtlichen Energieversorger, um Synergien zu nutzen. Unser Bild zeigt Arbeiten an den Gasleitungen in der Friedensstraße im vergangenen Sommer. Foto: m

Fahrbahnen, Kanäle und Beleuchtung – rund 3,4 Millionen Euro will die Stadt Obertshausen laut Haushaltsentwurf in den kommenden zwei Jahren in die Sanierung des Straßen- und Abwassernetzes investieren.

Obertshausen – Auch die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf stromsparende LED-Technik soll damit vorangetrieben werden. Änderungen gibt es in diesem Zusammenhang auch bei den wiederkehrenden Straßenbeiträgen, die die Stadt seit 2017 erhebt. Da der erste, auf drei Jahre festgesetzte Abrechnungszeitraum zum Ende des Jahres ausläuft, wurde nun eine Änderung zur 2016 beschlossenen Satzung in der Stadtverordnetenversammlung verabschiedet. Die beeinhaltet die Verlängerung des Abrechnungszeitraums von drei auf nun fünf Jahre. Dadurch soll die Stadt mehr Spielraum bei den nötigen Planungen für die einzelnen Projekte haben. So hatte der Magistrat im Vorfeld zwar eine positive Bilanz für den „ersten Durchgang“ mit wiederkehrenden Straßenbeiträgen gezogen, jedoch die Verlängerung der Periode empfohlen.

„Die Abarbeitung der geplanten Projekte wird durch den verlängerten Abrechnungszeitrum leichter“, sagt Erster Stadtrat Michael Möser. Es habe sich gezeigt, dass alle Vorleistungen zu einem Projekt von Bodengutachten und Kampfmittelauskunft über die Planung bis hin zu wasserrechtlichen Genehmigungen einen deutlich höheren Zeitbedarf als in der Vergangenheit benötigten, informiert Möser. Darüber hinaus sorge die derzeitige Auftragslage im Baubereich immer wieder dafür, dass Firmen für die geplanten Zeiten keine oder nur sehr hohe Angebote abgeben. Der längere Zeitraum sorge dadurch für mehr Flexibilität bei der Auftragsvergabe und eröffne der Verwaltung die Möglichkeit, mit der Ausschreibung etwa den Spätherbst auszuweichen, in dem die Auftragsbücher der Unternehmen für das Folgejahr noch nicht so gefüllt sind.

Gleichzeitig wurden für die Satzungsänderung auch die Beiträge für den kommenden Abrechnungszeitraum neu kalkuliert. Deren Höhe variiert nämlich je nach Zahl und Kosten aller Projekte, die im jeweiligen Abrechnungsgebiet, in den kommenden fünf Jahren geplant sind, erläutert der Erste Stadtrat. So zahlen die Grundstückseigner im Gebiet 1 (Hausen) für die Jahre 2020 bis 2024 je sieben Cent jährlich pro Quadratmeter Veranlagungsfläche. Im Abrechnungsgebiet 2 (Obertshausen) werden in diesem Zeitraum je 15 Cent fällig.

Größter Kostenpunkt ist dabei die Erneuerung der Theodor-Körner-Straße, die laut Planung in den kommenden zwei Jahren mit rund 650 000 Euro zu Buche schlägt. Hinzu kommen noch einmal 590 000 Euro für den Kanalbau in der Straße.

Zudem kontaktiere die Stadt im Vorfeld von grundhaften Erneuerungen der Fahrbahn auch die örtlichen Energieversorger und Netzanbieter, damit diese anfallende Arbeiten an ihren Netzen gleich mit erledigen können, um Synergien zunutze, erläutert Möser.

Auch im Bereich der Straßenbeleuchtung sind in den kommenden Jahren weitere Investitionen geplant. Neben der schrittweisen Umstellung der vorhandenen Laternen auf LED-Technik soll auch der Omega-Tunnel an der Bahnhofstraße eine neue energiesparende Beleuchtung bekommen. „Dort rechnen wir mit deutlichen Einsparungen bei den Stromkosten“ erläutert Möser. Die Unterführung sei für einen beträchtlichen Teil des Stromverbrauchs bei der Straßenbeleuchtung verantwortlich, da die Beleuchtung rund um die Uhr notwendig sei.

VON THOMAS HOLZAMER

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare