Im Rathaus Beethovenstraße

Neue Servicestelle „Besser Älter Werden“

Die neu eröffnete Servicestelle „Besser Älter Werden“ soll Vereine und Institutionen vernetzen und Senioren über deren Angebot informieren. - Michael

Obertshausen - „Besser Älter Werden“ im Rathaus Beethovenstraße – Das gilt vielleicht auch für städtische Mitarbeiter, so heißt allerdings die neue Servicestelle im ehemaligen Seniorentreff. Von Michael Prochnow 

Bürgermeister Roger Winter eröffnete jetzt den neuen Treffpunkt und löste damit ein Wahlversprechen ein. Das Konzept vermittelt Kunden und Besuchern auch räumlich mehr Transparenz und Offenheit. Zwei Jahre nahm die Planung in Anspruch, dann verwirklichte der Bauhof die Idee in Rekordzeit, lobte der Rathauschef. Die Experten verwandelten den zuletzt von Vereinen genutzten Raum im Ostflügel des Verwaltungsgebäudes in eine offene, zentrale Anlaufstelle für soziale Anliegen. Lediglich die Verlegung des Bodenbelags übernahm eine Fachfirma. So konnten die Kosten auf rund 10.000 Euro begrenzt werden, hieß es.

Die neue Adresse ist ein großer, lichtdurchfluteter Raum. Die Fensterfront ermöglicht den Blick ins Grüne und auf das Leben im Herzen des Stadtteils. Urlaubsstimmung verbreitet ein Gemälde, darauf geöffnete Fensterflügel, durch die eine Düne und das Meer zu sehen sind. Auch eine gemütliche Sitzgruppe war in den Amtsstuben bisher nicht zu finden. Bequeme Sessel sollen künftig eine Wohlfühlatmosphäre und ein Willkommensgefühl vermitteln. Dazu liegen allerlei Informationsschriften aus. Für vertrauliche Gespräche sind zwei Nebenräume ausgestattet. Bunte Lettern verkünden an der Wand und auf Schriften den Titel „Servicestelle Besser Älter Werden“. Sie will vor allem über Angebote für Senioren informieren, die zahlreichen Aktivitäten von Vereinen und Institutionen in der Stadt vernetzen und die Zusammenarbeit mit der Volkshochschule vertiefen, erläutert Fachdienstleiter Daniel Kettler. Dazu steht auch die VBW-Vorsitzende Heide Heß Gewehr bei Fuß. Diplom-Pädagoge Kettler habe „in der Flüchtlingshilfe sein Organisationsgeschick bewiesen“, begründete Winter die Wahl der „motivierten und engagierten Kraft aus den eigenen Reihen“ für den Posten.

Erster Eindruck zählt - Das richtige Pflegeheim finden

Die Stadt greife mit der Neuausrichtung den demografischen Wandel auf, sehe in den damit verbundenen Herausforderungen eine Chance. „Das Wissen und das Engagement von Senioren sind kostbare Schätze“, betonte der Rathauschef. „Wir wollen vorhandene Potenziale aufgreifen und fördern“. Das offene und bürgernahe Konzept soll Hemmschwellen abbauen, Transparenz schaffen und auch zum Verweilen einladen. Als Ansprechpartnerinnen und Vermittlerinnen stehen die Verwaltungsfachangestellten Beate Roth und Lisa Ludwig bereit. „Wir wollen wissen, welche Angebote nachgefragt werden“, konkretisiert der Bürgermeister. Dazu werden die Besucher gebeten, einen Fragebogen auszufüllen. Auf diese Weise wollen die Verantwortlichen erfahren, welche Dienstleistungen vermisst werden. In den Räumen ist auch die Flüchtlingsbetreuung untergebracht, für die Annegret Kraus und Andrea Dosch tätig sind. Die Erfahrung zeige, dass sich gerade Senioren für die Migranten engagieren, was die Zusammenführung dieser Dienststellen ebenfalls sinnvoll erscheinen lasse.

Die Kinder- und Jugendförderung sowie die Betreuung der Kindertagesstätten bleiben hingegen eigenständig im Nordtrakt des Gebäudes. Doch auch dort kann sich Fachbereichsleiter Michael Jentzsch eine Erweiterung der Dienstleistungen nach dem Muster der Servicestelle gut vorstellen. Das ist auch der Wunsch des Rathauschefs. Er möchte die Erfahrungen der neuen Einrichtung für andere Gruppen der Verwaltung nutzen. Die Servicestelle „Besser Älter Werden“ ist telefonisch unter Tel.: 06104/703-6202 erreichbar.

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