Neuer Pfarrer, neues Haus

Gebäude an der Pfarrer-Schwahn-Straße erstrahlt nach Renovierung

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Im Schatten der Kirche wohnt es sich für Pfarrer Schneider besonders nett. Das Haus in Hausen wurde frisch renoviert.

Obertshausen - Von außen sieht es eigentlich aus wie immer. In der Frühlingssonne erstrahlt die Fassade des Pfarrhauses aber in frischem Glanz. Und das Innenleben ist umgekrempelt. Von Michael Prochnow 

Für den Einzug von Pfarrer Christoph Schneider hat die katholische Kirchengemeinde Hausen ihre Schaltzentrale an der Pfarrer-Schwahn-Straße neu eingerichtet. Anno 1924 entstand das Haus als Standort der Pfarrkuratie von Lämmerspiel in Nachbarschaft zur St. Josefskirche. Die wurde ein Vierteljahrhundert zuvor eröffnet. Viele Bewohner hatten damals beim Bau fleißig mit angepackt, hat der Verwaltungsrat herausgefunden. Seitdem wurde keine größere Renovierung vorgenommen. Die Bewohner waren Dekan Valentin Schwahn und die Pfarrer Alois Luttermann, Hans Koch und Geistlicher Rat Pfarrer Hans-Jürgen König.

Er hatte im vergangenen Sommer nach rund 30 Jahren die Hausener Pfarrei in Richtung Ruhestand verlassen. Nach seinem Auszug konnten Mitglieder des für Liegenschaften zuständigen Rats das Gebäude in Augenschein nehmen. Das Dachgebälk war marode und wurde in den vergangenen Monaten von der Hausener Fachfirma Drei Vetter ausgebessert. Das Dach selbst erhielt von der Firma Thomas aus Hanau eine Wärmedämmung und Biberschwänze. Die Holzschindeln unterm First wurden ausgebessert, die Gaube renoviert. Die Fassade bekam einen neuen, frischen Anstrich. Im gesamten Haus tauschte Möbel-Beck außerdem die Fenster aus.

In die Wohnung von Pfarrer Schneider packten die Verantwortlichen eine eigene Küche und vom heimischen Sanitärbetrieb Engel wurde ein neues Bad installiert. Im Dachgeschoss befindet sich nun eine weitere Wohnung für Priester, die zur Urlaubszeit den Seelsorger vertreten. Das Büro des Pfarrers ist der größte Raum im Erdgeschoss, zur Straße hingewandt. Die weißen Wände zieren verträumte Ansichten von der See, die eine Tante des Theologen gemalt hat.

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Auch Gemeindereferentin Theresia Bahr bezog ein Büro gleich am Eingang. „Das erleichtert die Kommunikation zwischen den Hauptamtlichen“, begründet Thomas Picard die Raumaufteilung. Das Pfarrbüro blieb am alten Platz, wurde renoviert und mit neuen, schicken Möbeln ausgestattet. Die ehemalige Küche des Pfarrers dient nun als Teeküche und Besprechungsraum. Auch der Keller wurde saniert und neu angelegt. Nachbar Elektro Wagner führte schließlich die Elektroarbeiten aus, vernetzte die Computersysteme und brachte diese auf den neuesten Stand.

Die Gesamtkosten für die Sanierung belaufen sich auf 360.000 Euro, informiert Picard. 75 Prozent der Ausgaben übernimmt das Bistum, die Stadt beteiligt sich für die Büroräume, weil es sich beim Pfarrhaus um eine soziale Einrichtung handele. Die restliche Finanzierung übernehme die Pfarrgemeinde. Viel Lob schickt der stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrats nach Mühlheim: Die Architekten Karla Trillig, die schon mehrfach für die Gemeinde tätig war, und Matthias Naumann hatten Planung und Bauaufsicht übernommen.

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