Erstes Obertshausener Baby des Jahres

Neujahrsglück im Turbotempo

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Freude übers Babyglück: Badar-Achmad und Eva-Marisa mit ihren Töchtern Hania und der kleinen Sumaira.

Obertshausen – Überraschung, Angst und unbändige Freude – von diesen Neujahrstag werden Eva-Marisa Albrecht-Mahmood und ihr Mann Badar-Achmad wohl noch so manches Mal erzählen. Von Thomas Holzamer

Vor allem ihrer Tochter Sumaira, die die den Jahresstart ihrer jungen Eltern mit ihrer alles andere als alltäglichen Geburt so turbulent gestaltet hat und ganz nebenbei Obertshausens erste Neubürgerin in diesem Jahr geworden ist. Es ist gegen fünf Uhr morgens, als Mama Eva-Marisa mit starken Schmerzen aufwacht. „Ich bin erstmal davon ausgegangen, dass es die ersten Übungswehen sind“, beschreibt die 21-Jährige. Beunruhigt war sie deswegen nicht, schließlich hatten die Ärzte als wahrscheinliches Geburtsdatum den 2. Januar errechnet und waren ursprünglich sogar davon ausgegangen, dass die Kleine früher kommen werde. „Und dann war es ja nicht meine erste Geburt, wir haben vor 17 Monaten ja schon Hania bekommen“, sagt sie.

Um ihren Mann und ihre Tochter nicht aufzuwecken, zieht sie kurzerhand auf die Couch im Wohnzimmer, merkt aber schnell, dass doch etwas nicht in Ordnung zu sein scheint. „Ursprünglich hatten wir geplant, ins Geburtshaus nach Frankfurt zu gehen“, erläutert ihr Mann. Dazu hatte sich die junge Mutter bewusst entschieden, da dieses rein von Hebammen geleitet werde und vor allem die natürliche Geburt ohne Ärzte, Hilfsmittel und Medikamente gegen die Schmerzen im Fokus stehe, erläutert die junge Mutter. „Die stehen für eine selbstbestimmt Geburt, das hat unsere Tochter wohl ein wenig zu ernst genommen und sich lieber für unsere Wohnung entschieden“, sagt sie und lacht.

Denn weder die Fahrt ins Krankenhaus, noch die Ankunft des alarmierten Rettungswagens will die kleine Sumaira abwarten. Als die Schmerzen um 8 Uhr noch nicht nachlassen, bittet die Schwangere ihren Mann, im Krankenhaus anzurufen. Dort teilt man ihm mit, das Paar könne gerne kommen, jedoch sei der Kreißsaal bereits belegt. „Ich wollte mich so lange umziehen, aber da ging es schon los“, erzählt Eva-Marisa. Ihr Mann rief sofort den Notarzt. „Der hat mich am Telefon gefragt, ob meine Frau schon presst, und als ich geschaut habe, konnte man schon das Köpfchen sehen“. Zumindest habe er das zu diesem Zeitpunkt gedacht, erinnert sich der Familienvater. Denn in Wahrheit handelt es sich stattdessen um den Po des Babys, das wie sich herausstellt in Steißlage liegt – eine gefährliche Situation für das Kind, die nur von erfahrenen Geburtshelfern begleitet werden sollte und die häufig dazu führt, dass ein Kind per Kaiserschnitt geholt wird. „Ich sah nur etwas Weißes und dachte, da ist was faul“, beschreibt der 26-Jährige.

Gute Eltern-Kind-Bindung bildet Fundament fürs Leben

„Zum Glück habe ich mich vorher viel mit dem Thema Geburt beschäftigt und mich erinnert, dass man das Kind nicht bewegen und bei der Geburt nicht auf dem Rücken liegen sollte“, ergänzt seine Frau. Das habe sie beherzigt. Dann geht alles ganz schnell: Als keine zehn Minuten später der Rettungswagen kommt, ist die keine Sumaira bereits auf der Welt. Im Beisein der Sanitäter und des Notarztes darf der Vater die Nabelschnur durchtrennen, bevor es für Mutter und Kind zur Sicherheit zur Untersuchung in die Klinik geht.

Inzwischen ist bei der Familie bereits der Alltag eingekehrt und die Eltern genießen die gemeinsame Zeit mit ihren Kindern. Zugleich sind sie froh, dass trotz Sturzgeburt und Aufregung alles gutgegangen ist.

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