Noch im Sommer soll das Café Pur im alten Bahnhof eröffnen

Auf den Tisch kommen regionale Produkte

Links: Elemente aus der Vergangenheit, wie etwa das alte Backsteingemäuer oder der Fahrkartenschalter, sorgen im Café Pur für eine ganz besondere Atmosphäre. Inhaberin Stefanie Schneider freut sich schon auf die Bewirtung ihrer Gäste.  (c)Fotos (2): ch
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Links: Elemente aus der Vergangenheit, wie etwa das alte Backsteingemäuer oder der Fahrkartenschalter, sorgen im Café Pur für eine ganz besondere Atmosphäre. Inhaberin Stefanie Schneider freut sich schon auf die Bewirtung ihrer Gäste.

Obertshausen - Endlich passiert wieder was im alten Bahnhof. Aus dem bereits Ende 2014 angekündigten Café Omega wurde offensichtlich nie etwas. Doch jetzt steht das Café Pur von Inhaberin Stefanie Schneider in den Startlöchern. Von Carolin Henneberg

Frisch verlegter Holzboden, graue Wände, eine neue Küche – und zwischendrin blitzt immer wieder der Charme vergangener Zeiten auf. Im Inneren des denkmalgeschützten Bahnhofs tut sich was. Stefanie Schneider hat das Erdgeschoss gemietet, eröffnet dort das Café Pur. „In meiner Familie haben Essen und hochwertige Produkte schon immer eine große Rolle gespielt“, erzählt die 24-jährige Obertshausenerin. Und diese Leidenschaft will sie mit in den alten Bahnhof nehmen.

Eigentlich hat Schneider Sport studiert, doch nach einem Jahr Arbeit in einem Café in Bad Vilbel war ihr klar: Das will ich auch. Sie habe dann begonnen einen Businessplan auszuarbeiten, habe immer mal wieder nach Gewerbeimmobilien geschaut, bis sie dann schließlich ganz zufällig auf das rund 120 Jahre alte Gebäude gestoßen ist. Ende des vergangenen Jahres schreibt sie eine Mail, stellt ihr Konzept vor und schon ist’s geschehen. „Das ging alles total schnell“, sagt die gebürtige Rodgauerin.

Der Bahnhof hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Im Jahr 2006 kaufte ihn die Stadt für etwa 60 000 Euro von der Deutschen Bahn. Die konkreten Planungen gerieten anschließend ins Stocken, weil die damaligen Mieter erst drei Jahre später auszogen. 2011 wurde ein Investor gesucht, 2013 erhielt die in Obertshausen ansässige WIBU GmbH den Zuschlag. Der Plan: Im Erdgeschoss ein Bistro einrichten, im ersten Stock und unterm Dach Büroräume. Doch es kam wieder zu Verzögerungen. Im Dezember 2015 setzte WIBU-Chef Michael Hammer dann seine Unterschrift unter den Vertrag.

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Nun will die Junggastronomin dort einen Ort entstehen lassen, der die Obertshausener zum Verweilen einlädt. „Alles ist immer irgendwie hektisch – man rennt von Termin zu Termin, ohne sich mal einen Moment der Ruhe zu gönnen“, sagt die 24-Jährige. Das möchte sie mit dem Café Pur und einem durchdachten Konzept ändern. Schlicht, modern und ohne viel Chichi lautet der Plan. Jeder soll sich im Bahnhof wohlfühlen können, von Senioren über Familien bis hin zu Jugendlichen. Das Angebot: frisch und regional, etwa von Bauern aus der Umgebung. Alles, was auf die Karte kommt, hat sie gemeinsam mit ihrer Schwester schon probegekocht. Der Fokus liegt auf Frühstück, Kaffee und selbst gebackenem Kuchen. Doch auch ein paar herzhafte Kleinigkeiten sowie wechselnde Wochengerichte wird es geben. „Wir wollen die Karte klein halten, um unseren Gästen Frische zu garantieren“, sagt Schneider. Ihr Team hat sie schon so gut wie zusammen. Gelassenheit und den Humor auch in stressigen Situationen nicht verlieren war ihr bei der Auswahl wichtig.

Wann das Café, für das auch eine Außenbewirtung geplant ist, aber öffnen kann, steht noch nicht ganz fest, „wir sind da natürlich auch auf die Handwerker angewiesen“, so die Obertshausenerin. Doch sie hofft auf einen Start Anfang August.

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