Lebensmittelausgabe versorgt rund 90 Bedürftige

Oase wirbt um Ehrenamtliche

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Jeden Mittwoch versorgen die ehrenamtlichen Helfer der Oase bis zu 90 Bedürftige mit dringend benötigten Lebensmitteln.

Obertshausen - Mit ihrem Engagement unterstützten die Ehrenamtlichen der Lebensmittelausgabe Oase regelmäßig bis zu 90 Bedürftige. Doch langsam gehen dem Team die Helfer aus. Jetzt suchen die Organisatoren nach Verstärkung. Von Thomas Holzamer 

„Könnten Sie mir gerade noch den Korb mit den Gemüsekonserven rüber tragen“, bittet Hiltrud Roth. Da gehe ich natürlich gerne zur Hand, müssen Kamera und Stenoblock noch kurz warten. Drüben – damit ist der Saal des Pfarrheims von Herz Jesu an der Kirchstraße gemeint – ist an diesem Morgen fast nichts mehr vorzubereiten. Nun dauert es nicht mehr lang, bis die übrigen Helfer eintrudeln und die Lebensmittelausgabe Oase wieder ihre Türen öffnet. Zwischen 70 und 90 Kunden versorgen die ehrenamtlichen Helfer jeden Mittwoch von 16 bis 17 Uhr, rund ein Viertel davon kommt aus der Nachbarstadt Heusenstamm, wo es keine Tafel gibt.

Für einen Euro können sich die Bedürftigen beim Team der Oase mit einem Grundstock an haltbaren Lebensmitteln, wie Nudeln oder Gemüsekonserven, aber auch frischen Waren wie Brot, Joghurt, Wurst und Gemüse versorgen. Die Lebensmittel, deren Mindesthaltbarkeitsdatum in der Regel gerade erst überschritten ist, spenden Supermärkte aus Obertshausen und der näheren Umgebung. Jeden Dienstagabend sind die ehrenamtliche Helfer der Oase unterwegs und holen die Waren ab. Diese werden dann noch am selben Abend von weiteren Unterstützern im Pfarrsaal auf Tischen und Bänken aufgebaut, erläutert Koordinatorin Hiltrud Roth.

Viel Arbeit, für die Oase wie viele andere Vereine und ehrenamtliche Organisationen immer weniger Helfer finde, berichtet Roth. Noch bekomme das Team die fehlende Unterstützung mit viel Koordination und zusätzlicher Arbeit der anderen Aktiven hin, doch altersbedingt werde es bei vielen der Helfer zunehmend schwieriger. Gerade dienstags fehlt es an zusätzlichen Händen. Zu spüren ist das vor allem bei den freiwilligen Fahrern, die jeweils mit ihren Privatfahrzeugen die gespendeten Lebensmittel bei den Supermärkten abholen. Bis zu sieben Ehrenamtler seien dann auf verschiedenen Touren unterwegs. Und etwa acht Helfer warten im Pfarrsaal, entladen die ankommenden Fahrzeuge, sortieren die Waren und bauen für den kommenden Tag alles auf, erläutert sie.

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Dabei sei das Tragen der schweren Kisten gerade für die älteren Helfer oft nicht so leicht. „Man darf nicht vergessen, dass wir alle nicht mehr die Jüngsten sind“, sagt Hiltrud Roth. Mit Mitte sechzig gehöre sie schon zu den Jüngeren im Team. „Als wir 2007 angefangen haben waren die meisten unserer Helfer schon zwischen 60 und 70 Jahren alt“, erinnert die Oasen-Chefin. Viele von ihnen müssten inzwischen kürzer treten und springen nur noch in Notfällen ein. So freuen sich die Macher der Oase immer über zusätzliche Unterstützung. „Wer sich vorstellen kann, bei uns mitzumachen, kann jederzeit vorbeikommen und sich selbst ein Bild von unserer Arbeit machen oder mit einem unserer Fahrer mitfahren“, bietet Hiltrud Roth an.

Wer bei der Oase mithelfen möchte, meldet sich bei Hiltrud Roth unter Tel.: 06104/44576 oder schaut einfach dienstags zwischen 18 und 20.30 Uhr oder mittwochs zwischen 14.30 und 18.30 Uhr im Pfarrsaal von Herz Jesu (Kirchstraße) vorbei. Auch über Geldspenden zum Kauf von Lebensmitteln freuen sich die Organisatoren (Spendenkonto IBAN DE48 5065 2124 0014 1183 84, BIC HELADEF1SLS).

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