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Die noch junge Dart-Abteilung der Teutonia Hausen wächst stetig

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Von: Lukas Reus

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Haben ihre nächsten Ziele schon genau im Blick: Teutonia-Abteilungsleiter Nils Helfrich (links) und Sportwart Frederic Schwendemann.
Haben ihre nächsten Ziele schon genau im Blick: Teutonia-Abteilungsleiter Nils Helfrich (links) und Sportwart Frederic Schwendemann. © Reus

Hinter den Tennis-Plätzen auf dem Vereinsgelände der Teutonia Hausen an der Schwarzbachstraße liegen die heiligen Hallen der eigenen Dart-Abteilung. In Container-Bauweise haben die Pfeilwerfer-Teutonen ihr eigenes Reich geschaffen: Mit digitalem Spielsystem und Tablets wird dort der Sportart auf dem aktuellen Stand der Technik gefrönt. Dabei ist die Abteilung der Darter überhaupt erst vor vier Jahren geboren worden.

Obertshausen – Im Freundeskreis um Abteilungsleiter Nils Helfrich und Sportwart und Co-Mannschaftsführer Frederic Schwendemann erwuchs die Idee eines aktiven Sportbetriebs für Dart. „Zuvor haben wir immer selbst privat gespielt oder im Fernsehen die Weltmeisterschaft verfolgt“, sagt Schwendemann. Er selbst ist bereits seit 25 Jahren Mitglied der Teutonia, spielte Fußball und Tennis. In den Containern auf dem Gelände bekam die junge Abteilung die Möglichkeit, ihre eigenen Räume zu gestalten. Damals, 2017, wurden die Container noch überwiegend als Abstellräume des Vereins genutzt. Mit nur zwei Dart-Scheiben, auch Boards genannt, haben die Mitglieder der Teutonia ihre aktive Laufbahn dann gestartet.

Die Abteilung ist nun auf gut 45 Mitglieder angewachsen. Viele der Aktiven hatten überhaupt keine Vorerfahrungen, wie Nils Helfrich berichtet. „Ich würde mal schätzen, dass 30 davon vorher noch keinen Pfeil geworfen haben, und fast niemand war in einem Dart-Verein aktiv.“ Nun stellen die Pfeilewerfer der Teutonia schon ihre dritte Mannschaft für den Ligabetrieb auf. Die ersten beiden Mannschaften spielen aktuell in der Bezirksliga und die Dritte startet ihren Betrieb in der Kreisliga. Bedeutet: Die ersten beiden Mannschaften treten auch gegeneinander an. Nicht ganz ungewöhnlich im Dart, wie Helfrich und Schwendemann erzählen. Auch unterscheidet sich Dart in weiteren Bereichen von populären Sportarten wie beispielsweise Fußball. „Es gibt keinen Trainer, und obwohl es auch ein Mannschaftssport ist, ist man sich selbst doch der größte Gegner“, sagt Co-Mannschaftsführer Frederic Schwendemann. „Es ist die volle Konzentration gefragt, wenn man nicht ganz bei der Sache ist, merkt man das sofort an der Leistung.“

Obertshausen: Die Dart-Abteilung der Teutonia Hausen wächst

Dennoch sei es ein Sport, der Jung und Alt verbindet. Denn im Dart sei es durchaus möglich, dass ein 70-Jähriger gegen einen Zwölfjährigen antreten könne, ohne dass einer der beiden irgendwelche Vorteile habe. Ein Beispiel dafür sei der 16-jährige Deutsche Fabian Schmutzler, der sich aktuell für die Darts-WM qualifiziert hat.

Eine bestimmte Technik, wie man die Pfeile am besten an den gewünschten Fleck auf die Scheibe befördert, gebe es übrigens nicht, erläutert Schwendemann. „Da hat jeder seinen eigenen Stil und muss herausfinden, was am besten mit dem verwendeten Pfeil funktioniert – das ist Gefühlssache.“

Für einen Sport wie Dart, der in Innenräumen gespielt wird, war die Corona-Pandemie natürlich ein Desaster. Dennoch konnten die Spieler der Teutonia einfacher ihren Trainingsbetrieb aufrecht erhalten, als beispielsweise andere Mannschaften, die in Gaststätten ihre Vereinsräume haben und dann von deren Schließungen oder 2G-Regeln betroffen waren, sagen Helfrich und Schwendemann.

Obertshausen: Teutonia Dart-Abteilung nutzt Lockdowns zum Renovieren

Die Spielrunde 2020/21 wurde frühzeitig aufgrund des zweiten Lockdowns ausgesetzt und schließlich abgebrochen. Die pandemiebedingte Ligaauszeit nutzte die Abteilung allerdings voll aus, um ihre Spielstätte aufzurüsten. Mittlerweile erinnert nichts mehr an die ehemaligen Abstellräume. Es gibt jetzt genug Dart-Boards für drei eigene Mannschaften, eine Bar und ein digitales Spielsystem, mit dem sich die Ergebnisse sogar live verfolgen lassen. In der laufenden Saison gehen die Teutonia Darter erstmals mit drei gemeldeten Teams ins Rennen. Als Ziel hat man sich für die erste Mannschaft den Aufstieg in die Oberliga, der dritthöchsten Klasse in Deutschland, gesetzt. Mit neun Siegen nach neun Spielen, scheint es auch so, dass die Dart-Teutonen bald den nächsten Meilenstein in ihrer jungen Abteilung feiern können.

Wer bei der Dart-Abteilung mitspielen möchte, kann montags ab 19 Uhr zum freien Training kommen. Einzige Ausnahme bildet jeweils der erste Montag eines Monats, da dann die internen Turniere ausgetragen werden. Interessierte haben die Möglichkeit, sich beim freien Training von der Abteilung, den Menschen und der Spielstätte ein persönliches Bild zu machen. Anfragen und weitere Infos gibt"s auch per Mail an dart@teutonia-hausen.de sowie online. (Lukas Reus)

Infos:

teutonia-hausen.de

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