Noch keine Baugenehmigung fürs Bahnhofsgebäude

Weiter im Dämmerzustand

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Noch immer ist im und am ehemaligen Bahnhofsgebäude nicht viel passiert. Die Genehmigung für den Umbau lässt auf sich warten. Unverändert unsaniert: das ehemalige Bahnhofsgebäude an der S-Bahnhaltestelle. So bald wird es hier keinen Kaffee geben. 

Obertshausen - Noch immer ist im und am ehemaligen Bahnhofsgebäude nicht viel passiert. Die Genehmigung für den Umbau lässt auf sich warten. Von Lena Marie Jörger

Begleitend von einem lauten Piepsen schließen sich die Türen der S-Bahn Richtung Frankfurt. Der Zug rauscht ab. Innerhalb weniger Minuten sind die Menschen, die ausgestiegen sind, in unterschiedliche Richtungen verschwunden. Auch auf dem Platz vor dem ehemaligen Bahnhofsgebäude herrscht Leere. Eigentlich hätten in dem Gebäude schon längst Sanierungsarbeiten beginnen sollen. Haben sie aber nicht. Denn sie konnten auch gar nicht: Die Baugenehmigung ist noch nicht da.

„Der Antrag läuft“, betont Architekt Michael Hammer von der Wibu GmbH, die den alten Bahnhof gekauft hat, im Gespräch mit unserer Zeitung. „Wie das eben so ist, waren verschiedene Dinge abzuklären“, versucht Hammer, die Verzögerung des Baubeginns zu erklären.

Keine Parkplätze vor dem Areal

Auch die Zahl der Pkw-Stellplätze, die laut Bauordnung benötigt werden, habe die Wibu vor eine Herausforderung gestellt. „Wir konnten keine Parkplätze direkt auf dem Areal vorweisen“, erläutert Hammer. In Absprache mit der Stadt habe man nun aber eine Regelung gefunden. Die Wibu löst die Stellplätze ab, zahlt also einen entsprechenden Betrag an die Stadt, um die erforderlichen Plätze nicht vorweisen zu müssen. Die Stadt wiederum darf das Geld dann auch nur dazu verwenden, neue Parkmöglichkeiten zu schaffen. „Diese Absprache gibt es, muss aber erst noch seitens der Stadt beschlossen werden“, sagt Hammer.

Derweil laufe die Suche nach einem Pächter für das etwa 90 Quadratmeter große Café, das im unteren Teil des Gebäudes entstehen soll. Bisher sei aber noch keiner gefunden. „Da der Gastraum im Erdgeschoss relativ klein sein wird, soll die Außenfläche auf dem Meininger Platz in den warmen Monaten intensiv zur Bewirtung genutzt werden“, sagt Hammer. „Das könnte für einen Pächter interessant sein“, vermutet er.

Geplant sind Bürogebäude

Für Ober- und Dachgeschoss sind Büroräume geplant. Sie verteilen sich auf etwa 135 Quadratmeter. Zum weiteren Zeitplan möchte sich der Architekt nicht äußern. Der, der auf dem Plakat zu lesen ist, das an der Außenfassade angebracht ist, ist jedenfalls nicht mehr aktuell. „Bauantrag: Frühjahr 2014, Sanierung: Sommer/ Herbst 2014“, steht darauf. „Wir warten nun erst einmal ab“, sagt er. Und: „Ich denke, es wird nicht mehr lange dauern, bis die Baugenehmigung kommt.“

Das Gebäude an der S-Bahnhaltestelle steht seit Jahren leer. 2006 hatte die Stadt es gekauft. 2012 stellten zwei potentielle Investoren ihre Pläne vor, darunter die Wibu, die den Zuschlag bekam.

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