Absage an einen Edelpark

Bierverbot, Erhalt der Rollschuhbahn und mehr

Obertshausen - Ein Bier kann schon was Schönes sein - gezapft, im Glas, in gemütlicher Runde. Aber am helllichten Tag, aus Flasche und Langeweile und vielleicht zwischen Kindern? Eher nicht, denkt mancher, wenn er sich die Zukunft des Obertshausener Beethovenparks ausmalt.

Und denken auch die „Bürger für Obertshausen“. Ihre Parlamentsfraktion sieht sich seit einem Ortstermin mit Anwohnern des Parks in der Überzeugung bestätigt, dass bei der anstehenden Umgestaltung des Gelände an der Beethovenstraße mancher Fehler vermieden werden kann. Der erneute Bierausschank am Kiosk zum Beispiel. Der sollte, verbreitet Fraktionsvorsitzender Rudolf Schulz, „vermieden, wenn nicht gar verboten werden“. Als sinnvolle Alternative gelte ein Tagescafé, neben der Heilung des Kiosks mittels Beseitigung des „Charme der Nachkriegszeit“.

Generell wünschten sich die Anwohner vieles hin und manches weg. Hin: „mehr Kontrolle und Überwachung, da doch in den Abendstunden die Situation im Park unübersichtlich wird“. Dass Teile des Parks in den Abendstunden durch einen Zaun abgeschlossen werden, werde als notwendig erachtet. beispielsweise der Bereich mit den Seniorensportgeräten. Ebenfalls hin: eine Park- und Gefahrenordnung, in der Erlaubtes und Verbotenes genau definiert wird. Weg: „Leider stellen die Anwohner auch fest, dass der Park als Hunde-Klo benutzt wird“, sagt „Bürger“ Horst Becker. Auch lieber weg: das Kunstobjekt „Gürtelschnalle“ - eine angedachte Riesenhommage an heimische Wirtschaftshistorie. Der Plan „wurde kritisch gesehen“, hat Schulz registriert. „Wir wollen keinen ‘Edelpark“, sondern einen Park zum Leben.“

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Zu letzterem würde für einige gereiftere Semester offenbar der Erhalt Rollschuh- und Fahrradbahnbahn zählen. „Hier haben schon so viele Kinder das Rollschuhfahren und Radfahren gelernt“, meinte eine Nachbarin. Generell stehen die „Bürger“ hinter den Plänen für den Beethovenpark. Hoffnung sei, die „Revitalisierung“ noch in diesem Jahr in Angriff nehmen zu können. Sie sei ein wichtiges Vorhaben der Stadtentwicklung und werde zur Belebung des Stadtteils beitragen.

mcr

Rubriklistenbild: © dpa

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