Unverwechselbar

Figuren „Made in Obertshausen“: Zu Besuch im Studio des Autors und Illustrators Robert Scheffner

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Vom Studenten zum Unternehmer: Für seinen Traum, als Autor und Illustrator wirken zu können, arbeitet Robert Scheffner (links) hart. Momentan führt er Gespräche mit Verlagen zu seinen neuesten Projekten. Für Bürgermeister Roger Winter signiert Robert Scheffner einige Exemplare von „Ben und Herr Bergmann räumen auf“. 

Mit großen Kulleraugen, verhältnismäßig großem Kopf sowie dünnen Armen, Beinen und einem Hauch Nostalgie hat Robert Scheffner seinen Puppen einen unverwechselbaren Stempel aufgedrückt.

Obertshausen – Mit den Figuren und Büchern „Cornell und der Toaster“ und „Ben und Herr Bergmann räumen auf“ ist Robert Scheffner etwa in Kitas und Schulen ein gern gesehener Gast. Jüngst stattete Bürgermeister Roger Winter dem Obertshausener Autor und Illustrator in seinem Studio einen Besuch ab. Dabei nutzte der Rathauschef auch gleich die Chance, sich einige Bücher signieren zu lassen. „Wenn ich bei Terminen unterwegs bin, überrasche ich auch gern mit einem kleinen Geschenk – und wenn dieses dann auch noch eine Verbindung zu Obertshausen hat, dann ist das super“, erklärt Roger Winter.

Robert Scheffner ist ein echter Obertshausener. Mit seinem Studio lebt er seinen Traum und startet immer wieder mit neuen kreativen Ideen rund um seine „Stop-Motion-Figuren“ durch. Am Anfang stand das Studium an der Frankfurter Akademie für Kommunikation und Design, das er 2009 erfolgreich abgeschlossen hat. Anschließend hat ein Jahr lang ein Praktikum als „Stop-Motion-Animator“ absolviert, bevor er sich als Illustrator und Animator beziehungsweise Regisseur selbstständig gemacht hat.

Seine Puppentrickfiguren sind das Markenzeichen seiner Arbeit. In Video-, Foto- und Buchprojekten lässt er sie beinahe lebendig werden. Die Puppen sind echte Handarbeit – auch die kleinen Details wie Autos oder Klopapierrollen für die passende Kulisse. Robert Scheffner baut, schnitzt, gestaltet und malt viele Stunden und Tage, bis ein Set aus Puppen und Requisiten steht.

In seinem Atelier spürt man die Kreativität in allen Ecken. Auf dem Weg dorthin ist bereits der Geruch von Farbe und Klebstoff zu riechen, an der Wand hängen die Skizzen mit den Protagonisten für das neueste Projekt, am Computer entstehen Grafiken und Skripte, diverse Puppen und Materialien warten nur darauf, abfotografiert zu werden – die Beleuchtung steht bereit.

Von der Idee über das Konzept bis hin zur Figur und der fertigen Geschichte ist es ein langer Weg. Seine Erfahrungen gibt der Künstler gern weiter: So unterrichtet er „Trickfilm“ an der European School Of Design in Frankfurt.

Für „Ben und Herr Bergmann räumen auf“ hat Robert Scheffner mit der Autorin Fee Krämer zusammengearbeitet, die die Geschichte geschrieben hat. Der Obertshausener sorgte für das Konzept und die Illustration. Und Robert Scheffner hat noch viele weitere Ideen.

Für eine Weihnachtswerbeaktion eines Konzerns hat Robert Scheffner seine Illustrationen schon für Kinderbücher, die in niederländischer und flämischer Sprache erschienen sind, beigesteuert. Die gedruckten Exemplare gab es als Zugabe zum Produkt. Die Figuren „Made in Obertshausen“ gehen um die Welt. Für das Buch „Cornell und der Toaster“ liegt bereits eine persische Lizenz vor.

Für das Wiesbadener Projekt „Milay Chocolate“ hat Robert Scheffner Märchenfiguren entwickelt, deren Fotos – mit Botschaften versehen – nun die Schokoladenverpackungen zieren. „Das Tolle ist, die Bilder kann man ausschneiden und dann als Kartengruß noch versenden – und außerdem ist die Schokolade nicht in Plastik verpackt, sondern in transparenter Holzfaserfolie“, erläutert Robert Scheffner.

Für die nächsten Buchprojekte befindet sich der Autor und Illustrator bereits in Verhandlungen mit verschiedenen Verlagen. Der kreative Job verlangt Ausdauer und Geduld. „Robert Scheffner hat mit seinen Figuren eine unverwechselbare Welt geschaffen“, sagt Winter.  

ron

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