Umwelt

„Bürgerbeteiligung ist das Herzstück“: Klimamanager berichtet von der Planung des Klimaschutzkonzept

Der Klimabeirat von Obertshausen: Auf dem Bild (von links): Lukas Kreher (CDU), Matthias Krug (FDP), Merten Kuhl, Erster Stadtrat Michael Möser, Corina Retzbach (Grüne), Babette Schlageter (Bürger), Deborah Goldbach (SPD), Bürgermeister Manuel Friedrich, Fachbereichsleiterin Cornelia Holler.
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Der Klimabeirat von Obertshausen: Auf dem Bild (von links): Lukas Kreher (CDU), Matthias Krug (FDP), Merten Kuhl, Erster Stadtrat Michael Möser, Corina Retzbach (Grüne), Babette Schlageter (Bürger), Deborah Goldbach (SPD), Bürgermeister Manuel Friedrich, Fachbereichsleiterin Cornelia Holler.

Der Klimaschutz gewinnt immer mehr an Bedeutung – auch in Obertshausen. Daher haben sich der Klimaschutzmanager der Kleinstadt mit Herz, Merten Kuhl, und der neu gegründete Klimabeirat nun zum Ziel gesetzt, ein angemessenes Klimaschutzkonzept zu entwickeln.

Obertshausen – Um ein solches Konzept zu erstellen, gibt es, laut Kuhl, mehrere „Bausteine“. So würde zu Beginn eine Energie- und Treibhausgasbilanz erstellt. „Es geht dabei eben nicht nur um CO2, sondern auch um andere klimaschädliche Gase wie Methan“, erklärt der gebürtige Ostfriese. Ausgehend von der resultierenden Energiebilanz wird im nächsten Schritt eine sogenannte Potenzialanalyse durchgeführt. „Diese zeigt, nach dem Ist-Zustand in der Treibhausgasbilanz, mögliche Potenziale für den Weg zur Klimaneutralität auf.“

Wichtig ist dem Klimaschutzmanager aber auch, dass die Obertshausener in die Planung involviert werden. „Die Bürgerbeteiligung ist das Herzstück des Klimaschutzkonzepts“, meint Kuhl. Es bringe nichts, wenn er sich Alternativen überlege, die aber in der Bevölkerung nicht gewünscht seien. Stattdessen wolle man die Bürger mit ins Boot holen. „Nur so kann man eine breite Zustimmung und einen Konsens erreichen“, meint er.

Mehrere Veranstaltung im Sinne der Bürgerbeteiligung

Um diese Bürgerbeteiligung zu erreichen, sind mehrere Workshops zum Thema Klimaschutz geplant (wir berichteten). Los geht es am Montag, 21. Juni, von 18 bis 20 Uhr mit einer digitalen Auftaktveranstaltung. Dabei wird unter anderem das Vorgehen bei der Erstellung des Klimaschutzkonzepts erläutert. Außerdem werden allgemeine Ideen für mehr Beteiligung am Klimaschutz diskutiert und es kommen Fachleute und Klimaschutzmanager aus anderen Kommunen zu Wort.

Vier weitere Workshops, die voraussichtlich auch digital stattfinden werden, sind in diesem Jahr zu den Themen „Energie“ (Donnerstag, 1. Juli), „Mobilität“ (Dienstag, 6. Juli), zu einem Wunschthema, über das Bürger bereits abgestimmt haben und das am 21. Juni bekannt gegeben wird, (Mittwoch, 7. Juli) sowie zur „Klimafreundlichen Stadtentwicklung“ (Donnerstag, 15. Juli) jeweils in der Zeit von 18 bis 20 Uhr geplant.

Alle Fraktionen sind im Beirat vertreten

An dem Klimaschutzkonzept wird auch der Klimabeirat beteiligt sein. Dieser setzt sich neben Kuhl aus Bürgermeister Manuel Friedrich, Erstem Stadtrat Michael Möser, Cornelia Holler, Fachbereichsleiterin des Bereichs 6 (Umwelt, Planen und Bauen), sowie jeweils einem Vertreter der politischen Fraktionen zusammen. Dies sind Lukas Kreher (CDU), Matthias Krug (FDP), Corina Retzbach (Grüne), Babette Schlageter (Bürger für Obertshausen) sowie Deborah Goldbach (SPD).

Aufgabe des Beirats sei es, laut des Klimaschutzmanagers, die Entwicklung des Konzepts zu begleiten. Zudem ermögliche es die Arbeit im Beirat, dass die Politik frühzeitig eingebunden und informiert sei. „Ein Klimaschutzkonzept kann sehr umfangreich sein“, informiert Kuhl. So bleiben die Politiker immer über den aktuellen Stand des Konzeptes informiert, da sie es am Ende dann auch beschließen müssen.

Klimamanager steht für die Bürger zur Verfügung

„Uns war es auch als Politiker wichtig fraktionsübergreifend einen Schulterschluss zu demonstrieren“, erklärt Corina Retzbach. „Es herrschte bei den Gesprächen eine wirklich tolle Atmosphäre – man hat gemerkt, dass alle an einem Strang ziehen möchten.“

Da es Merten Kuhl sehr wichtig ist, mit den Bürgern in den Austausch zu kommen, steht er auch außerhalb der Veranstaltungen für Fragen und Anregungen rund um den Klimaschutz und das Klimaschutzkonzept für Obertshausen zur Verfügung. Er ist erreichbar per Mail an merten.kuhl@obertshausen.de oder unter 06104 7031122. (Von Jan Max Gepperth)

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